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New Work belastet Führungskräfte

21.10.2022 Die Arbeitszufriedenheit von Führungskräften ist im letzten Jahr auf globaler Ebene um 15 Prozent gesunken und das Burnout-Risiko steigt: Über ein Drittel (35 Prozent) der befragten deutschen Manager fühlt sich ausgebrannt. Damit liegt Deutschland knapp hinter dem globalen Durchschnitt (40 Prozent).

 (Bild: pixabay/Lukasbieri)
Bild: Pixabay/Lukasbieri
Führungskräfte haben nach wie vor Schwierigkeiten, sich in der neuen Arbeitswelt zurechtzufinden, weshalb sich ihre Arbeitszufriedenheit im vergangenen Jahr auf globaler Ebene um 15 Prozent verschlechtert hat. Das zeigen die jüngsten Ergebnisse der internationalen Pulse Studie des Future Forum zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser .

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie mussten sich Führungskräfte quasi über Nacht in einer neuen und turbulenten Arbeitswelt zurechtfinden. Diejenigen, die aufgrund der Belastungen im "New Normal" wieder in alte Führungsmuster zurückfallen, stoßen bei Arbeitnehmenden höchstwahrscheinlich auf Widerstand. Der Druck auf die Führungsebenen, insbesondere auf die mittlere Führungsebene, wird durch die daraus entstehende Diskrepanz weiter erhöht. So geben 40 Prozent der befragten Führungskräfte weltweit an, unter mehr arbeitsbedingtem Stress und Ängsten zu leiden.

Auch die Werte für die Work-Life-Balance fallen im Vergleich zu den vorhergehenden Ergebnissen um 20 Prozent schlechter aus. Zudem unterscheiden sich die Erwartungshaltungen zwischen Führungskräften und Arbeitnehmenden in Bezug auf die Rückkehr ins Büro: ArbeitnehmerInnen können sich dreimal häufiger als Führungskräfte vorstellen, komplett auf eine Rückkehr ins Büro zu verzichten.

Burn-out-Risiko steigt, Kündigungswelle steht bevor

Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen von Führungskräften und Arbeitnehmenden machen sich auch im Hinblick auf die Burnout-Statistiken bemerkbar. Die Studie zeigt, dass sich 35 Prozent der deutschen Befragten am Arbeitsplatz ausgebrannt fühlen. Das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zu den vorhergehenden Ergebnissen.

Für Unternehmen sollte das steigende Burnout-Risiko von deutschen ArbeitnehmerInnen - besonders in Zeiten des Fachkräftemangels - ein Weckruf sein. Burnout ist mitunter eine der Hauptursachen für die "Great Resignation", also die große Kündigungswelle, die Deutschland in den nächsten Monaten bevorstehen könnte. Denn je weniger sich Arbeitnehmende mit einem Unternehmen verbunden fühlen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einen Arbeitsplatzwechsel in Erwägung ziehen. Über die Hälfte (55 Prozent) der deutschen Arbeitnehmenden gibt an, dass sie sich in den nächsten zwölf Monaten nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen wollen.

Eine Rückkehr zur alten Arbeitswelt ist kontraproduktiv

Flexibles Arbeiten steht bei deutschen ArbeitnehmerInnen weiterhin hoch im Kurs. Beispielsweise geben 86 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass sie es vorziehen, ihren Arbeitsort flexibel zu wählen. Lediglich 14 Prozent begrüßen eine vollständige Rückkehr ins Büro. Auch in puncto Arbeitszeiten wünschen sich deutsche Befragte mehr Selbstbestimmung. 96 Prozent sind gegen feste, vom Arbeitgeber vorgegebene Arbeitszeiten. Dennoch erleben viele aktuell eine schleichende Rückkehr zur "alten" Arbeitswelt. Über ein Drittel (35 Prozent) gibt an, dass sie wieder vollständig, also fünf Tage pro Woche, im Büro tätig sind. Das entspricht einem Anstieg von drei Prozent im Vergleich zu den Ergebnissen vor sechs Monaten und ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Juni 2020.

Das Future Forum ist ein von Slack zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser und seinen Partnern Boston Consulting Group zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , MillerKnoll zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser und MLT zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser ins Leben gerufener Think-Tank zur Zukunft der Arbeit. Vierteljährlich wird durch ihn die Pulse-Studie veröffentlicht, die auf einer Umfrage unter mehr als 10.000 Wissensarbeitenden in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA beruht. Die Stichprobengröße für Deutschland beträgt 1.067 Befragte.
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