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Mehr Jobs: Interaktivbranche trotzt Viren, Varianten und Mutanten

12.01.2022 In der Interaktiv-Branche legen Umsatz und Beschäftigung 2022 trotz der Herausforderungen von Pandemie, Lieferengpässen, Inflation und Fachkräftemangel weiter zu.

 (Bild: geralt  / pixabay.com)
Bild: geralt / Pixabay
Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll Berechnungen zufolge in diesem Jahr um 3,6 Prozent auf 184,9 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 39.000 zusätzliche Jobs schaffen.

Aktuell sind 1,25 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Das Geschäftsklima bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020. Der Bitkom-ifo-Digitalindex lag im Dezember 2021 bei 24,0 Punkten und notierte damit um 17 Punkte höher als das Geschäftsklima der Gesamtwirtschaft. Das gab der Digitalverband Bitkom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zum Jahresauftakt in Berlin bekannt.

Bereits 2021 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt deutlich. Das Volumen wuchs um 3,9 Prozent auf 178,4 Milliarden Euro, was vor allem am guten Geschäft mit IT-Hardware und Software lag.

Netzausbau und Dienste steigern Umsatz in der Telekommunikation

Der Markt für Informationstechnik wird 2022 wie im Vorjahr weit überdurchschnittlich zulegen und seine Bedeutung als größtes Branchensegment weiter ausbauen. Die Umsätze überstiegen 2021 erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke und werden nach Bitkom-Berechnungen dieses Jahr um 5,9 Prozent auf 108,6 Milliarden Euro zulegen. Am stärksten wächst das Software-Segment, das besonders durch das Cloud-Geschäft angetrieben wird, mit einem kräftigen Plus von 9,0 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro. Auch der Umsatz mit IT-Hardware legt deutlich zu, um 5,7 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, wächst stabil um 3,9 Prozent auf 43,0 Milliarden Euro.


Die Telekommunikation setzt voraussichtlich das moderate Wachstum aus dem Vorjahr fort. 2022 soll der Markt um 0,9 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro zulegen. Mit Telekommunikationsdiensten werden nach Bitkom-Berechnungen 49,2 Milliarden Euro umgesetzt, das ist ein Plus von 1,7 Prozent. Das Geschäft mit Endgeräten, also insbesondere Smartphones, geht deutlich auf 11,2 Milliarden Euro zurück ( 3,1 Prozent). Die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur steigen um 2,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Markt für Unterhaltungselektronik bleibt im Minus

Der Markt für Unterhaltungselektronik steht weiter unter Druck. Laut Bitkom-Prognose fallen die Umsätze 2022 erneut, nachdem 2020 Corona-Sondereffekte zu einem zwischenzeitlichen Anstieg geführt haben. Dieser kleinste ITK-Teilmarkt schrumpft voraussichtlich um 2,3 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro.

Das Beschäftigungswachstum hat in der Bitkom-Branche nach einer zwischenzeitlichen Corona-bedingten Verlangsamung wieder kräftig angezogen. 2022 werden voraussichtlich 39.000 zusätzliche Jobs geschaffen, nachdem die Zahl der Arbeitsplätze im vergangenen Jahr bereits um 34.000 auf 1,25 Millionen gestiegen ist. Sogar im Corona-Krisenjahr 2020 hat die Zahl der Arbeitsplätze zugelegt. In den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 150.000 Jobs neu dazugekommen.

Im globalen Maßstab spielt der deutsche ITK-Markt eine untergeordnete Rolle. Deutschlands Anteil an den weltweiten ITK-Ausgaben liegt 2022 voraussichtlich bei 3,9 Prozent. Der Anteil geht von Jahr zu Jahr zurück, weil die Investitionen und Ausgaben in anderen Ländern schneller wachsen, neben den USA (+4,7 Prozent) besonders im asiatischen Raum. Wachstumsspitzenreiter sind Indien (+9,1 Prozent) und China (+5,3 Prozent). Mehr als ein Drittel des ITK-Weltmarkts entfällt auf die USA (36,0 Prozent), mit deutlichem Abstand dahinter folgt China mit gut einem Neuntel (11,8 Prozent).

Grundlage der Angaben zur Marktentwicklung sind Berechnungen des Bitkom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts IDC zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser und öffentlich zugänglicher Quellen.

(AutorIn: Sebastian Halm )

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