Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Recht

Gericht: Google muss für falsche KI-Antworten direkt haften

12.06.2026 Zäsur für Google: Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass das Unternehmen für die Inhalte seiner AI Overviews unmittelbar haftet. Das Haftungsprivileg, das Anbieter bei klassischen Suchtreffer-Auflistungen freistellt, gilt bei den Overviews nicht.

 (Bild: Sebastian Halm/ChatGPT)
Bild: Sebastian Halm/ChatGPT
Google   muss unmittelbar für falsche Aussagen seiner KI-Übersicht in der Suche haften, hat das Landgericht München I   in einem Urteil entschieden (Az. 26 O 869/26), über das das KI-Portal The Decoder   berichtet. Das Gericht erließ demnach eine einstweilige Verfügung gegen mehrere Aussagen, die einem Verlag in einer KI-generierten Zusammenfassung fälschlicherweise unlauteres Geschäftsgebaren unterstellten.

Google blendet seine KI-Übersichten inzwischen bei vielen Suchanfragen oberhalb der klassischen Trefferliste ein. Im strittigen Fall stützten die verlinkten Quellen nach Einschätzung des Gerichts mehrere Vorwürfe nicht. Teilweise bezogen sich die Quellen laut Urteil sogar auf andere Unternehmen.

Die Anwälte von Google argumentierten dem Bericht zufolge, der Konzern hafte nur als mittelbarer Störer und müsse erst nach einem Hinweis auf offenkundige Rechtsverletzungen reagieren. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die KI-Zusammenfassung sei kein klassischer Suchmaschinenschnipsel, der lediglich eine Vorschau auf eine verlinkte Website liefere, sondern ein eigenständiger Beitrag von Google.

KI-Übersicht gilt nicht als bloßer Such-Schnipsel

Damit verschiebt sich die rechtliche Bewertung von KI-Antworten in der Suche. Während Suchmaschinenanbieter bei klassischen Linklisten weitgehend von einer präventiven Prüfung fremder Inhalte entlastet sind, kann bei KI-generierten Antworttexten eine direktere Verantwortung entstehen.

Das Urteil ist realitätsnah: KI-Antworten beeinflussen die Wahrnehmung von Marken, Produkten und Personen, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer zwingend auf die verlinkten Quellen klicken. Falsche oder irreführende Zusammenfassungen können dadurch unmittelbar reputationsschädigend wirken.

Das Gericht wies auch das Argument zurück, NutzerInnen müssten wissen, dass KI-Zusammenfassungen überprüft werden sollten. Wäre die KI-Übersicht allgemein als nicht belastbar zu behandeln, würde dies den behaupteten Nutzen der Funktion deutlich schmälern, heißt es sinngemäß im Urteil. Google muss nach der Entscheidung 80 Prozent der Gerichtskosten tragen; in zwei Punkten wurde die Klage zurückgewiesen.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: