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Globale Studie: Einzelhandel wächst in der Pandemie

26.04.2021 Der Umsatz der 250 umsatzstärksten globalen Einzelhändler stieg im Geschäftsjahr 2019 um 2,2 Prozent. Amazon rückt im globalen Deloitte-Ranking auf Platz 2 - Walmart bleibt Spitzenreiter.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Die 250 größten globalen Player im Einzelhandel haben im vergangenen Fiskaljahr (bis Juni 2020) ihren Umsatz auf insgesamt 4,85 Billionen US-Dollar gesteigert. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (4,74 Billionen US-Dollar) und entspricht rund 19,4 Milliarden US-Dollar pro gelistetem Unternehmen. Bereinigt um Währungskursveränderungen fiel das Umsatzwachstum des Einzelhandels mit 4,4 Prozent ebenfalls höher aus als ein Jahr zuvor (4,1 Prozent). Dies sind die Ergebnisse der Deloitte-Studie "Global Powers of Retailing 2021 zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser ", die den Zeitraum vom Juli 2019 bis Juni 2020 abdeckt.

Amazon rückt im Ranking auf Platz 2 vor

Allein die zehn erfolgreichsten globalen Einzelhändler tragen mit einem Gesamtergebnis von 1,583 Billionen US-Dollar insgesamt 32,7 Prozent zum Einzelhandelsumsatz der Top 250 bei, was einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Umsatzwachstum der Top-10-Retailer geht im Vergleich zum Report 2020 hingegen um 1,9 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zurück.

Unter den drei weltweit erfolgreichsten Unternehmen der Einzelhandelsbranche verzeichnet das Deloitte-Ranking einen Rangtausch: Während Walmart mit einer Umsatzsteigerung von 1,9 Prozent unverändert an der Spitze steht, zieht Amazon erstmals dank eines starken Umsatzwachstums von 13 Prozent an Costco vorbei und landet auf dem zweiten Platz.

Schwarz Group und Aldi erneut in Top-10-Liste

Mit sieben von zehn Retailern dominieren amerikanische Unternehmen die Spitze des Rankings. Allerdings können erneut zwei deutsche Unternehmen ihre Positionen verteidigen: Die Schwarz Group bleibt auf dem im Vorjahr erreichten vierten Rang, Aldi unverändert auf Rang acht. "Dieser Erfolg lässt sich auch auf die Erweiterung ihres Sortiments, den Ausbau ihrer Präsenz in existierenden Märkten und die Erschließung neuer Märkte zurückführen," erklärt Karsten Hollasch 'Karsten Hollasch' in Expertenprofilen nachschlagen , Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte.

Mit 87 Unternehmen und 33,4 Prozent vom weltweiten Gesamtumsatz stellt Europa ohnehin die meisten Top-250-Einzelhändler. Zudem sind die europäischen Händler internationaler als im Vorjahr ausgerichtet und streben vermehrt ein Wachstum außerhalb ihrer lokalen Märkte an. Nur 13 europäische Einzelhändler haben keine ausländischen Töchter oder Beteiligungen vorzuweisen.

Pandemie treibt Wandel voran

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Einzelhändler im vergangenen Jahr umdenken. Während Lebensmitteleinzelhändler von der Schließung der Restaurants und Online-Händler von der Einschränkung im stationären Vertrieb profitieren, waren Einzelhändler mit stationärem Schwerpunkt gezwungen, ihre Geschäftsmodelle innerhalb kürzester Zeit zu modernisieren.

"Einzelhändler, die bereits vor der Corona-Pandemie in ihre E-Commerce-Strategie investiert haben, können sich nun auf den Ausbau der Kundenbeziehungen fokussieren", beschreibt Egbert Wege 'Egbert Wege' in Expertenprofilen nachschlagen , Partner bei Deloitte und Leiter von Deloitte Digital. "Hierfür setzen sie digitale Kanäle ein, um positive Kauferlebnisse zu schaffen und eine nachhaltige Kundenbeziehung aufzubauen. Für traditionelle Händler mit stärker stationärem Fokus gilt es, diesen Vorsprung nun aufzuholen. Dieser Schritt wird sich langfristig lohnen, da die Konsumenten nicht gänzlich zu ihren alten Mustern zurückkehren werden."

Für das aktuelle Geschäftsjahr prognostiziert die Studie weiteren Zuwachs für Einzelhändler mit Fokus auf Online-Shopping und Liefermodellen. Vor allem für die Bereiche Essen und Trinken, Haushaltswaren, Werkzeug, Kosmetik und Wellnessprodukte sowie Freizeit- und Unterhaltungselektronik für Zuhause werden positive Entwicklungen erwartet. Dagegen werden es Retailer im Bereich Bekleidung und Accessoires sowie Luxusgüter durch pandemie-bedingte Ladenschließungen, reduzierte Mobilität und Kontaktvermeidungen schwer haben, ihre Umsätze zu halten.

(AutorIn: Dominik Grollmann )

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