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Desinformation zur Bundestagswahl: Mehrheit befürchtet Beeinflussung

06.08.2021 Eine Mehrheit der BürgerInnen in Deutschland ist neuen Studien zufolge mit Desinformation im Netz konfrontiert und befürchtet eine Beeinflussung der Bundestagswahl durch Falschmeldungen.

 (Bild: Deutscher Bundestag /Lichtblick/Achim Melde)
Bild: Deutscher Bundestag /Lichtblick/Achim Melde
Im Faktenfinder-Podcast der Tagesschau zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser berichten die Analystin Helena Schwertheim'Helena Schwertheim' in Expertenprofilen nachschlagen und der Analyst Felix Kartte'Felix Kartte' in Expertenprofilen nachschlagen über ihre Untersuchungen zum aktuellen Wahlkampf. Schwertheim ist für das Institut für strategischen Dialog (ISD) zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser tätig, das seit Jahren Analysen und Studien zum Thema Desinformation vorlegt. Kartte ist Vorsitzender der Initiative Reset zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , die sich für mehr Demokratie im Netz einsetzt und insbesondere die Mechanismen von großen Netzwerken untersucht.

Reset hat eine Studie zur Wahrnehmung von Desinformation im Wahlkampf vorgelegt. Im Faktenfinder-Podcast der tagesschau berichtet Kartte exklusiv über die Ergebnisse: "Fast 90 Prozent, also neun von zehn Internetnutzern in Deutschland, sagen, dass sie virale Falschinformationen im Netz für ein großes Problem halten für die Gesellschaft." Fast ebenso viele sagen den Ergebnissen zufolge, dass sie auch in jüngerer Zeit Desinformation wahrgenommen hätten, so Kartte. Dies betreffe sowohl Plattformen wie Facebook, aber auch Twitter, YouTube, oder Instagram. Rund 60 Prozent fürchten den Ergebnissen zufolge, dass solche Falschmeldungen einen Einfluss auf die Bundestagswahl haben könnten.

Der Analyst betont, dass mehr als 60 Prozent der befragten Menschen angegeben hätten, sie würden sich einen Wahlkampf wünschen, der weniger aggressiv sei.

Schwertheim und das ISD erstellen derzeit eine Analyse, über welche Plattformen und Kanäle besonders viele Falschmeldungen und Hass-Attacken verbreitet werden. Dabei haben die Fachleute dokumentiert, dass sich entsprechende Attacken auf Facebook vor allem gegen die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock richteten - und dass die Bedeutung von Messenger-Diensten insbesondere in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen habe. Auf diesen Kanälen sei der Anteil von Desinformation besonders hoch.

Auch Kartte betont im Gespräch mit Tagesschau-Moderator Michail Paweletz, dass die Messenger eine ganz besondere Bedeutung haben. Sie seien zu einer Brutstätte der Desinformation geworden.

(AutorIn: Christina Rose )

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