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Alle sind da, aber soziale Interaktion ist rar gesät - Plus begreift man am besten als Kette zwischen Diensten und Nutzern, und erst sekundär als Netzwerk sozialer Natur. (Bild: Pixabay / Public Domain)
Bild: Pixabay / Public Domain
Alle sind da, aber soziale Interaktion ist rar gesät - Plus begreift man am besten als Kette zwischen Diensten und Nutzern, und erst sekundär als Netzwerk sozialer Natur.

Das unsoziale Netzwerk: Was der wahre Plan hinter Google Plus ist

03.04.2014 - Verzweifelt und erfolglos versucht Google Plus, die Zahl seiner aktiven Nutzer zu erhöhen. Dennoch ist es Facebooks größte Bedrohung - und mächtige Größe in der Zukunft des Webs. Wir enthüllen die zehn Trends zur wahren Strategie dahinter.

HANDLUNGSRELEVANZ

 
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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Was zu tun ist:
Heute: Autorenprofile und Markenseiten bei Plus pflegen, sozialen Content dort zweitverwerten
Morgen: Auf die Integration weiterer Dienste reagieren, neue Apps und Produkte wie Glasses beobachten
Übermorgen: Plus als Tool für Semantik-SEO/Agenten-SEO nutzen
Google Plus   hatte es von Anfang an schwer. Nicht genug, dass es im übermächtigen Schatten von Facebook   groß wird. Es wird auch immer wieder als Geisterstadt verspottet - als ein Sammelsurium von Karteileichen, die zusammen ein soziales Netzwerk bilden, wo die Nutzer vor allem eins machen: Nicht viel.

Google hat nachgeholfen, den Spott zu mehren:
  • So erwies sich die stolze Rede von 100 Millionen aktiven Nutzern vor zwei Jahren schnell als rechnerischer Zaubertrick (siehe iBusiness-Bericht).
  • Später konnte dann das Techmagazin Digital Inspiration   nachweisen, dass mindestens jedes achte Profil auf Google Plus komplett leer ist - zustande gekommen nur, weil Google jedem Neu-Nutzer eines seiner vielen Dienste ungefragt ein Profil auf Plus hinterherwirft.
  • Auch jüngste Zahlen dürften bei den Google-Plus-Verantwortlichen in Mountain View nicht gerade die Sektkorken fliegen gelassen haben: So kann das Netzwerk zwar tolle Wachstumszahlen vorweisen - es verdreifachte sich fast in nur einem Jahr und sprang von 440 Millionen auf 1,2 Milliarden Nutzer. Das Problem ist jedoch die Nutzer-Aktivität: Die sank von 51 auf 32 Prozent.

Doch nimmt die falsche Perspektive ein, wer daraus folgert, dass der Facebook-Konkurrent des Unsozialen scheitert. Nur weil es niemals den Facebook-Erfolg nachbauen kann, ist Google Plus kein Flop. Es dient anderen Zwecken als ein Facebook und hat

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