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Gesundheits-Unternehmen mit Onlinemarketing unzufrieden
07.09.2012 Da sollten doch 83 Prozent ihre Internet-Agentur wechseln: Obwohl sich digitales Marketing längst als fester Bestandteil im Marketingmix etabliert hat, sind nur 17 Prozent der europäischen Führungskräfte von Pharma-, Medizintechnik- und Biotech-Unternehmen mit ihren Online-Aktivitäten auch wirklich zufrieden.
Betrachtet man die Online-Aktivitäten im Detail, spielen traditionelle digitale Maßnahmen immer noch eine zentrale Rolle: So ist für 86 Prozent der Befragten aus EMEA die Unternehmenswebsite das wichtigste Online-Tool, gefolgt von Produkt-Websites (69 Prozent) und Disease-Awareness-Websites (63 Prozent).
Interessant: Edetailing mit Ipad und Co. wird bereits von 48 Prozent der Befragten in EMEA eingesetzt und ist weiter auf dem Vormarsch (34 Prozent planen damit oder sind in der Pilotphase). Ähnlich verläuft die Entwicklung im Bereich mobiles Marketing: Obwohl es erst 24 Prozent der Befragten häufig einsetzen, planen 47 Prozent damit oder haben schon die Pilotphase gestartet. Ein eher gebremstes Wachstum zeichnet sich im Bereich der Social Media ab: Nur 13 Prozent nutzen sie regelmäßig, 48 Prozent geben an, dass sie Social Media niemals einsetzen werden.
"Digitale Budgets und Zufriedenheit bleiben stark ausbaufähig"
Analysiert man die allgemeine Entwicklung der vergangenen Jahre wird eines deutlich: Auch wenn digital mittlerweile als fester Bestandteil im Healthcare-Marketing etabliert ist - der Anteil am gesamten Marketing-Budget ist mit 14,8 Prozent für EMEA immer noch gering. Immerhin planen 75 Prozent aller Befragten eine Steigerung des digitalen Marketing-Budgets, wenn auch die Mehrheit (55 Prozent) nur mit einem moderaten Anstieg unter 20 Prozent rechnet. Im Vergleich dazu glauben nur 25 Prozent der Befragten an ein größeres allgemeines Marketing-Budget.Die Zufriedenheit mit dem digitalen Marketing ist seit 2009 (10 Prozent) bis heute (17 Prozent) für EMEA zwar gestiegen, bewegt sich aber nach wie vor auf einem sehr niedrigen Level. Der Mangel an Strategie (19 Prozent), Evaluation des ROI (16 Prozent), Know-how (9 Prozent) und Manpower (8 Prozent) sind nach regulatorischen Hürden (26 Prozent) die am häufigsten genannten Gründe, warum das Online-Potenzial momentan nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass 63 Prozent der Befragten immer noch das Gefühl haben anderen Branchen unterlegen zu sein, auch wenn dieser Eindruck seit 2010 (72 Prozent) etwas schwächer geworden ist.
Während im Jahr 2009 noch 26 Prozent der Befragten in EMEA überzeugt waren, bei digitalen Kampagnen, die sich an Fachkreise richten, dem Wettbewerb voraus zu sein, sind es 2012 nur noch 9 Prozent. Beim digitalen Patienten-Marketing ist die Entwicklung genau gegenläufig: Waren es 2009 noch neun Prozent der Befragten, sehen sich heute 19 Prozent vor der Konkurrenz.
22 Prozent der Befragten in EMEA setzen ihre Top-Priorität in Zukunft auf die Optimierung des Cross-Channel Marketing-Mix, 18 Prozent auf die Strategieentwicklung und 15 Prozent auf die Evaluierung.
