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Onlinevideos bei vielen Deutschen inzwischen beliebter als Fernsehen

07.04.2016 Die Nutzung von Video-Streamingdiensten ist von Wohnort, Alter und Einkommen abhängig; das zeigt jetzt eine Studie von TNS Infratest    und dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW  ). Immer mehr schauen inzwischen lieber Onlinevideos als lineares Fernsehen.

 (Bild: kropekk_pl Pixabay)
Bild: kropekk_pl Pixabay
In Deutschland konsumieren insgesamt 71 Prozent der Onliner (70 Prozent Ost, 71 Prozent West) Fernsehen über die Empfangswege Kabel, Satellit oder DVB-T. 40 Prozent der Befragten aus Westdeutschland ziehen Onlinevideo klassischen Empfangswegen vor - in Ostdeutschland ist der Anteil mit 29 Prozent rund ein Viertel niedriger. Bei Online-Videoportalen ist der Anteil der Nutzer in den neuen Bundesländern mit 48 Prozent deutlich niedriger als in Westdeutschland (58 Prozent). Video-Streamingdienste sind im Osten mit nur 14 Prozent deutlich unpopulärer als im Westen (25 Prozent).

Online-Video eine Frage des Alters - und des Geldes

Bewegtbildnutzung 2016 in West- und Ostdeutschland
Bewegtbildnutzung 2016 in West- und Ostdeutschland (Grafik: BVDW) Quelle: http://www.bvdw.org/presse/news/article/starke-ost-west-unterschiede-in-der-nutzung-von-online-video.html
Bei den Befragten zwischen 16 und 24 Jahren haben Videoportale einen immens höheren Stellenwert: 82 Prozent von ihnen nutzen Youtube   und Co. Bei den 55- bis 65-Jährigen ist der Anteil mit 40 Prozent nicht einmal halb so hoch. Bei Betrachtung der Video-Streamingdienste ist der Unterschied noch auffälliger: Nur jeder zehnte Befragte im Alter zwischen 55 und 65 Jahren nutzt solche Streamingangebote, 40 Prozent sind es bei den 16- bis 24-Jährigen.

Auch die finanziellen Verhältnisse wirken sich auf die Nutzung von Onlinevideo aus. Während ein Drittel (33 Prozent) der Onliner in Deutschland mit einem Haushaltseinkommen zwischen 50.000 und 60.000 Euro Video-Streamingdienste nutzt, ist der Anteil bei Befragten mit einem Haushaltseinkommen unter 20.000 Euro mit 18 Prozent deutlich geringer.
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