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Web2.0 kann Onlinehändlern das Leben retten

12.05.2009 Um gegen die Branchenriesen Amazon, Quelle und Co bestehen zu können, dürfen sich Onlinehändler nicht auf ein Wettrüsten bei der Sortimentspolitik einlassen, rät der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ihre einzige Chance bestehe darin, das Web2.0 für ihr Überleben zu nutzen.

 (Bild: Stephanie Hofschlaeger/Pixelio.de)
Bild: Stephanie Hofschlaeger/PIXELIO.de
Die Ausweitung des Produktportfolios ist nur für wenige Onlinehändler eine adäquate Strategie seine Umsätze zu steigern. "Mit dem aggressiven Pricing des Vorzeige-Händlers Amazon   können die kleinen Online-Händler nicht mithalten. Amazon bietet die Top-Seller verschiedener Kategorien teilweise zum Einstandspreis an", weiß Alexander Skipis , Hauptgeschäftsführer vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels  . Auch wenn Skipis diese Analyse in der Märzausgabe des Buchreport-Magazins nur auf die Onlinebuchhändler bezieht, ist sie dennoch auf die Gesamtheit der E-Commerce-Branche übertragbar.

Da die Onlinehändler auf dem Gebiet der Sortimentsbreite mit Amazon, Quelle   oder Otto   nicht mithalten können, konzentrieren sie sich auf die technische Aufrüstung ihrer Shops. Vor allem Investitionen in neue Shopping-Konzepte und die Implementierung von Web 2.0-Funktionen seien "so wichtig wie nie". Dennoch falle es vielen Onlineshop-Betreibern schwer aus der Technik wahre Kundenbindung zu erzielen. E-Commerce-Experte Kai Hudetz vom E-Commerce-Center Handel   sieht vor allem folgende Barrieren:
  • Die Pflege von Websites werde immer aufwendiger
  • Zunehmende Schwierigkeiten bei der Erfolgsmessung
  • Vermehrte Interaktion mit den Nutzern bringe einen erhöhten Koordinationsaufwand mit sich
  • Die ökonomische Tragfähigkeit sei schwer vorherzusagen
Selbst wenn Amazon auch im Bereich der Web2.0-Integration zu den führenden Onlineshops zählt, sei es nichtsdestotrotz unumgänglich für die Konkurrenz auf Web 2.0-Anwendungen und zu setzen, fordert Hudetz. Vor allem im Aufbau von Communities sieht der Börsenverein großes Potenzial. Es sei ein idealer Kanal, um zum einen für eine rege Kommunikation untern den Nutzern selbst zu sorgen und zum anderen sich als Händler über die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu informieren. Dies sehen mittlerweile einige Onlinehändler so und haben vor in diese Kanäle zu investieren. Investieren wollen - so eine aktuelle Studie des Preisvergleichers Günstiger.de   - die befragten Shopbetreiber vor allem in Weblogs (50 Prozent) und Foren (71 Prozent), um den Dialog mit ihren Kunden zu forcieren. Hier können Online-Agenturen also mit neuen Aufträgen rechnen. Wie iBusiness berichtete, sind 50 Prozent der Studienteilnehmer bereit, in die webzwonulligen Kanäle zu investieren.

Zum Schluss eine interessante Zahl: Amazon habe im Jahr 2007 rund 224 Millionen Euro in den Ausbau der technischen Komponente seiner Shops investierte. Diese Summe entspricht dem Jahresumsatz von Weltbild.de  .
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