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Exklusiver Payment-Report: Wieso Kunden Einkäufe abbrechen, welche Bezahlmethoden für Shops Pflicht sind
04.02.2015 Durchschnittlich jeder siebte Kunde lässt in Online-Shops seinen Warenkorb an der Kasse stehen und bricht damit während des Zahlungsprozesses den Kauf ab. Hauptgrund: Fehler im Payment-Portfolio. Wie man es besser macht, zeigt eine umfassende Händler- und Kundenbefragung des ECC Handel.
Eine nicht-verfügbare Zahlmethode ist der Hauptgrund für einen Kaufabbruch bei den Kunden. Bei den Händlern rangiert ein reiches Zahlungsprotfolio jedoch nicht auf Top 1 der Anforderungen an den Onlineshop.
- Fehlt die Lieblinsgzahlmethode, brechen 8,5 Prozent ab - ein Wert der dramatisch in die Höhe schnellt, je mehr der bevorzugten Zahlarten des Kunden im Portfolio eines Shops fehlen.
Online-Payment aus Sicht der Händler
- Bei den Angeboten sind erste Anzeichen für eine Markt-Konsolidierung erkennbar. Nach kontinuierlichem Ausbau des Payment-Mix bis 2012, haben die Online-Händler in diesem Jahr ihr Portfolio erstmals reduziert. Am häufigsten angeboten werden Vorkasse, PayPal , Rechnung, Kreditkarte und Sofort Überweisung .
- Zahlungssicherheit, Kundenfreundlichkeit und die mit einem Verfahren verbundenen Kosten sind für Online-Händler die wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für oder gegen ein
Zahlungsverfahren.
- In der Gesamtbewertung schneiden Vorkasse, PayPal und Sofort Überweisung am besten ab. Auf Platz 4 folgt die Barzahlung bei Abholung der Ware in der Filiale. Dennoch hat jedes Verfahren eigene Stärken und Schwächen, die es bei der Entscheidung für ein Verfahren zu berücksichtigen gilt.
- Das größte Wachstumspotenzial sehen Online-Händler in den kommenden fünf Jahren bei Amazon Payments , Pay Pal und mobilen Zahlungsverfahren. Auch die Rechnung über einen Garantieanbieter
wird nach Ansicht der Online-Händler zukünftig eine noch größere Rolle spielen als bisher.
Aus Sicht der Konsumenten
- Die Rechnung liegt nach wie vor auf Platz 1 der Lieblingsverfahren der Konsumenten, gefolgt von Lastschrift, PayPal, Kreditkarte und Sofort Überweisung. Je jünger die Konsumenten und je höher die Erfahrung mit dem Online-Kauf, desto eher werden Pay Pal oder die Lastschrift bevorzugt. Die Kreditkarte ist für berufstätige Online-Shopper ab 30 Jahre besonders attraktiv.
- Rund 80 Prozent der Online-Ausgaben bezahlen die Konsumenten aktuell mit den vier Verfahren Rechnung (25,2 %), Kreditkarte (23,4 %), Lastschrift (16,5 %) und PayPal (16,3 %) abgewickelt.6,1 Prozent der Ausgaben werden per SOFORT Überweisung bezahlt.
- Rechnung ist das bevorzugte Bezahlverfahren, wenn Kunden von vornherein eine Retoure bei ihrem Kauf einplanen.
- Im Bereich digitale Güter und Dienstleistungen haben die Kreditkarte und die Sofort Überweisung eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung, während die Rechnung vor allem beim Online-
Kauf von Fashion & Accessoires verwendet wird. Außerdem wird die Rechnung insbesondere dann genutzt, wenn bei der Online-Bestellung bereits eine Retoure in Erwägung gezogen wird. - Findet der Online-Kauf über ein Smartphone statt, wird besonders häufig PayPal eingesetzt. Unterschiede im Zahlungsverfahren zwischen dem Online-Einkauf über einen stationären PC/Laptop und dem Einkauf über ein Tablet sind dagegen nicht zu erkennen.
