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Nach Xing: Auch für Lokalisten "menschenverachtende" Viral-Kampagne
20.02.2009 Erst Xing und jetzt die Lokalisten. Nur wenige Tage nach der missglückten Viralmarketing-Kampagne von Xing, empört sich die Web-Öffentlichkeit über die "menschenverachtende" Werbung des Regionalnetzwerkes Lokalisten, die im Netz aufgetaucht ist. Verantwortlich für diesen Fauxpas ist eine der renommiertesten Werbeagenturen Deutschlands - und zwar ohne Auftrag.
"Die Agentur hatte keine Freigabe für dieses Motiv", erklärt Marcus Prosch , Unternehmenssprecher des Hauptgesellschafters SevenOne Intermedia gegenüber iBusinesss. DDB Berlin habe dem Netzwerk in der Vergangenheit schon einmal Kampagnenideen angeboten. Die nun aufgetauchten Motive seien aber nicht darunter gewesen. Prosch nennt das Verhalten der Agentur gegenüber dem Branchenblatt Horizont denn auch "geschäftsschädigend" für das Netzwerk. Weitere Schritte behalte man sich vor. Jetzt will Prosch erst einmal eine offizielle Entschuldigung der Berliner Agentur einfordern.
Mittlerweile scheinen sich die Gemüter allerdings wieder beruhigt zu haben. Von Entschuldigungen oder einem geschäftsschädigenden Verhalten keine Rede mehr. Statt dessen heißt es in einer offiziellen Stellungnahme: "Offensichtlich hat es in der Kommunikation mit der Berliner Agentur DDB zu den Arbeiten für den ADC Wettbewerb 2009 einige Missverständnisse gegeben. Wir haben das im Innenverhältnis miteinander geklärt und uns darauf verständigt, es dabei bewenden zu lassen und das Motiv 'Mittelalter' weder in Wettbewerben noch ansonsten weiter zu verwenden", erklärt Daniela Mayer , Unternehmenssprecherin bei den Lokalisten.
Wie bei Xing haben auch in diesem Fall die viralen Kräfte des Social Media einen Negativeffekt ausgelöst. Wie iBusiness berichtete, musste Xing ein Online-Spiel auf Druck der eigenen Community und der Internetgemeinschaft schließen, da der Inhalt von vielen Nutzern als menschenverachtend empfunden wurde.
