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Checkliste: 55 Methoden, ein erfolgreiches Web-2.0-Produkt zu entwickeln
28.01.2009 Je mehr Social Networks, Communities und Web-2.0-Anwendungen man sich ansieht, um so mehr Erfahrungen für den Erfolg bei der Software-Architektur und dem Produkt-Design lassen sich allgemein herauskristallisieren. Dion Hinchcliff hat das für den US-amerikanischen Markt gemacht. Hier ist nun die iBusiness-Version für das deutschsprachige Web 2.0.
- Beginnen Sie Ihre Anwendung mit einem einfachen Problem, dass Sie lösen wollen
- Entwickeln Sie einen Prototyp so früh wie möglich
- Lassen Sie die Menschen Ihres Netzwerks so früh wie möglich und so oft wie möglich mit ihrem Prototyp arbeiten
- Neue Versionen müssen schnell erscheinen und oft erscheinen
- Steuern Sie Ihre Software-Entwicklung anhand der Zahlen, die wirklich zählen (Häufigste Nutzerbeschwerden? Meistgenutzte Features? Nutzerzahl? Nutzerverhalten?)
- Besorgen Sie sich Webanalyse-Zahlen und arbeiten Sie diese in Ihre Software-Entwicklung ein
- Entscheiden Sie sich bei 'Points of no return' so spät wie möglich. Lassen Sie sich Alternativen so lange wie möglich offen
- Erst kommt die Produktidee. Dann kommt die Technik.
- Bei der Wahl der Technik: Überlegen Sie sich, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten dazu nötig sind - und welche Ihre Mitarbeiter haben.
- Balancieren Sie Programmier-Produktivität und Betriebskosten aus (Ruby on Rails beispielsweise ist schnell zu entwickeln, aber teuer beim Betrieb mit Millionen Nutzern)
- Steuern Sie Programmierer-Produktivität und Entwicklungsumgebung gegeneinander aus
- Das Testing nimmt in Web-Anwendungen ein deutlich größeres Zeitbudget ein, als in normaler Software
- Um Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit zu erreichen, müssen sie statt klassischem Anwendungs-Hosting eher auf Lösungen setzen wie 3Tera , Amazons Elastic Compute Cloud oder Googles App Engine .
- Nutzen Sie eine Open-Source-Strategie
- Nutzer von Mobilen Browsern sind genauso wichtig wie die von klassischen Browsern
- Suche ist die neue Navigation - sie muss in Ihrer Anwendung besonders einfach zu nutzen sein
- Aktivieren Sie das AAL-Prinzip: Wann immer Nutzer Daten in ihr System stellen können: Erleichtern Sie dies.
- Bieten Sie ein API an, um sich Partnern und der Welt zu öffnen
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt Widget-fähig ist
- Bauen Sie Funktionen ein, die Ihr Produkt viral machen
- Der Link ist der Kern des Webs. Ihre Website muss linkreich sein
- Bauen Sie eine Community rund um Ihr Produkt und pflegen Sie sie
- Entwickeln sie ein Design, das up-to-date ist, zwingend und sauber
- Ladezeit zählt. Optimieren Sie sie regelmäßig.
- Die Nutzererfahrung sollte dem Komplexitäts-Gradienten folgen (Anfänger brauchen weniger Funktionen als Experten)
- Monetarisieren Sie jede Page-Impression
- Die Daten der Nutzer gehören ihnen, nicht Ihnen
- Gehen Sie zu den Nutzern. Zwingen Sie sie nicht, zu Ihnen zu kommen
- SEO ist wichtig wie nie, also designen Sie dafür
- Kennen sie die polulären Web-Standards und nutzen sie sie (CSS, Javascript, XHTML, HTTP, ATOM, RSS, XML, JSON...)
- Verwenden Sie Web Oriented Architecture WOA
- Enterprise-Anwendungen sollten eine serviceorientierte Architektur (SOA ) besitzen
- Verwenden Sie Feeds, Aggregatoren und Syndication, um ihre Inhalte im Web zu streuen
- Baue Deine Anwendung auf den Schultern von Giganten (nutze APIs. Entwickle nichts, was es schon gibt)
- Lassen Sie Ihre Nutzer sich so früh wie möglich registrieren
- User Generated Software: Lassen Sie Ihre Nutzer Ihr Produkt mitentwickeln
- Stellen Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen her, dass andere auf ihren Daten und ihrer Plattform Services anbieten können
- stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt einen starken Netzwerkaspekt hat
- Verstehen Sie Web 2.0 Design- und Geschäftsmodelle
- Integrieren Sie kohärente soziale Erfahrungen in Ihr Produkt (Reeds Gesetz ).
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Businessmodell fliegt. Optimieren Sie Entwicklungs- und Designprozess darauf. Nicht auf Masse, Traffic oder Schönheit
- Nutzen Sie neue Entwicklungsmethoden wie Crowdsourcing
- Es geht um erstens Usability, zweitens Usability, drittens Usability
- Sicherheit ist kein Nice-to-have_, sondern ein must-have
- Belastungstests sollten regelmäßig stattfinden. Nicht nur beim Produktstart. Da aber in jedem Fall.
- Backup- und Desaster Recovery: Sie sollten einen Plan haben. Und sich daran halten.
- Gute Web-Anwendungen wissen, dass es mehr gibt als das Web. (Desktop-Widgets? RFID- und GPS-Sensoren? Kioskterminals?)
- Sehen Sie sich dort um wo das Web wächst: An seinen Rändern. (Semantisches Web? Web 3.0? Mobile Web?)
- Planen Sie damit, ständig weiterzuentwickeln. Denn das Web steht niemals still
- Entwickeln Sie sich selbst weiter. Und Ihre Web-2.0-Strategie (Eine iBusiness-Premium-Mitgliedschaft ist ein guter Aspekt dabei)
- Kalkulieren Sie bei der Zeitplanung mit Pannen und Verzögerungen
- Planen Sie bei der Berechnung der Manpower Krankheitstage ein
- Rechnen Sie mit unvorhersagbaren Kosten.
- Denken Sie an Steuern, Sozialabgaben und Kosten für die Künstlersozialkasse.
- Geben Sie Geld für einen Anwalt aus, um Ihr Produkt nach Medien-, ECommerce- und Wettbewerbsrechten sicher zu machen.
Die englischsprachige Version von Dion Hichcliffe ist natürlich viel ausführlicher und schöner.
Weitere Tipps bitte in die Kommentare.
Zu: Checkliste: 55 Methoden, ein erfolgreiches Web-2.0-Produkt zu entwickeln
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Noachim Nraf

