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Google ist ein Nerd
07.02.2013 Die neue Bildersuche ist nicht der Beweis dafür, dass Google "evil" geworden ist. Denn "evil" ist ein Real-Life-Begriff.
Google macht das, weil es das kann und weil es die Nutzererfahrung verbessert. Alles was diese beiden Bedingungen erfüllt wird Google mit 99-prozentiger Sicherheit früher oder später tun. Finanzielle Erwägungen sind Nebensache, böser Vorsatz treibt Google nicht.
Aus Nutzerperspektive betrachtet ist die neue Bildersuche praktisch - sie ist cool. Coole Sachen für den Nutzer bieten, das ist es, was Google will. Diesmal hat es sich dabei jedoch sehr ungeschickt verhalten: Das Unternehmen hätte sich ausrechnen können, wie die neue Funktion bei den Betreibern der Webseiten ankommt.
Dass Google das nicht getan hat, liegt an einer anderen Eigenschaft, die tief in Googles DNA steckt: Die Suchmaschine kann Algorithmen, aber einfach keine Menschen.
Wäre Google ein Mensch, wäre es Nerd. Mitsamt allen sozialen Defiziten. Ist ärgerlich, aber auch tröstlich: Je mehr ein Unternehmen oder ein Geschäftsmodell um menschliche Attribute kreist - Service, Vernetzung, Dienstleistung und so fort - desto sicherer ist es davor, von Google in einer neuen Ergebnisbox aufgelöst zu werden.
