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Robuster Markt für Computer-Spiele in Deutschland

13.08.2009 International wurde die Branche für Unterhaltungssoftware 2009 bereits von schlechten Nachrichten gebeutelt. Der Markt in Deutschland entwickelt sich anders: Viele Gewinner und nur ein Verlierer.

 (Bild: Nintendo)
Bild: Nintendo
In Deutschland sind die Geschäfte mit Computer- und Videospielen auch 2009 positiv verlaufen. Entgegen den Trends auf anderen internationalen Märkten wuchs der Umsatz hierzulande in den ersten sechs Monaten um ein Prozent auf 649 Millionen Euro gegenüber 645 Millionen Euro im Vorjahr. Die Zahlen hat der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) veröffentlicht.

Die stärksten Zuwächse verzeichneten Datenträger für stationäre Konsolen: Für Nintendos Wii, Sonys Playstation 3 und Microsofts Xbox 360 verkauften sich 8,4 Millionen Spiele, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 322 Millionen Euro, zwölf Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2008.

Verloren haben demgegenüber die mobilen Spielekonsolen: Für Handhelds wie die Nintendo DS oder die Playstation Portable wurden im ersten Halbjahr 2009 nur insgesamt 5,1 Millionen Spiele verkauft (Minus 13 Prozent). Der Umsatz verringerte sich um 21 Prozent auf 136 Millionen Euro.

In den vergangenen Jahren war das PC-Spielsegment in Deutschland das Sorgenkind der Branche. Dieser Trend scheint zumindest gestoppt: Zwar sanken mit 11,3 Millionen Einheiten die verkauften Spiele leicht um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch der damit generierte Umsatz nahm um drei Prozent auf 191 Millionen Euro zu.

"Wir profitieren hierzulande vom Nachholbedarf bei stationären Videospielkonsolen und dem traditionell starken deutschen PC-Spielemarkt", freut sich BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters . Vor diesem Hintergrund rechnet der Branchenverband für das zweite Halbjahr mit weiteren positiven Entwicklungen: "Zum Ende des Jahres werden wir ein Plus zwischen drei und fünf Prozent sehen", gibt sich Wolters optimistisch.
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