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Deutsche geben mehr für Videospiele aus
11.08.2009 Trotz Rezession kann die Videospiel-Industrie in Deutschland auch 2009 mit Wachstum rechnen. Deutsche Spieler werden fünf Prozent mehr ausgeben, hat PricewaterhouseCoopers errechnet. Die Beratungsgesellschaft sieht allerdings andere Länder stärker.
"Videospiele werden dank neuer Spielkonzepte- und plattformen für immer mehr Zielgruppen attraktiv. Das zeigt sich insbesondere an den Zuwächsen im Bereich der 'Wireless Games'. Mobiltelefone mit hochauflösenden Displays und schnelle Übertragungsraten im UMTS-Netz begeistern auch Menschen für 'das Spiel zwischendurch', die am PC nie spielen würden", erläutert PwC-Partner Frank Mackenroth die hauseigene Studie.
Der internationale Vergleich zeige zugleich aber auch noch Wachstumspotenzial für den deutschen Markt. So liegen die Videospiel-Umsätze für 2009 nach PwC-Berechnungen in Großbritannien (3,6 Milliarden Euro) oder Frankreich (2,8 Milliarden Euro) deutlich höher. Bis 2013 werden sich an dieser Rangfolge auch kaum etwas ändern.
Zwar nehmen auch in Deutschland die Erlöse bei den Online-Spielen mit jährlich 11,4 Prozent rasant zu, hinken aber ebenfalls hinter dem Wachstum anderer westeuropäischer Länder wie etwa den Niederlanden zurück. , analysiert Mackenroth das unterschiedliche Marktgeschehen. "Mit der Verfügbarkeit von sehr schnellem Breitbandinternet werden auch Online-Spiele in Deutschland zum Massenmarkt", gibt sich Mackenroth optimistisch.
Die Zuwächse bei Software für stationäre oder mobile Konsolen (Xbox, Playstation, Wii, Nintendo DS) werden mit durchschnittlich 6,2 Prozent zwar weniger stark ausfallen als in den Bereichen Online-Spiele oder 'Wireless Games'. Doch auch in fünf Jahren schätzt PwC die Konsumentenausgaben in Westeuropa für Konsolen-Spiele auf 61,6 Prozent vom Gesamtumsatz.
Potenzial sieht PwC insbesondere für den Sektor In-Game-Advertising: "Bislang ist Werbung in Computerspielen meist statisch - eine einmal programmierte Anzeige, die im Spielverlauf auftaucht, kann weder gelöscht noch verändert werden. In Online-Spielen lässt sich Werbung hingegen aktualisieren. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Beispielsweise können Unternehmen den Spieleproduzenten Geld dafür zahlen, dass Schlüsselcharaktere im Spiel bestimmte Autos fahren oder stets mit dem aktuellsten Handymodell telefonieren", schwärmt Mackenroth.
2008 erwirtschaftete die Spielebranche durch In-Game-Advertising in Westeuropa rund 262 Millionen Euro. Für 2013 sagt PricewaterhouseCoopers Umsätze von 525 Millionen Euro voraus.
