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Pixelpark: minus 200 Mitarbeiter, plus 15 Millionen Euro
17.12.2001 (iBusiness) Der angeschlagene Multimedia-Dienstleister Pixelpark will durch eine Radikaldiät im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben: "Wir fokussieren uns auf das Kerngeschäft", heisst es bei der Bertelsmann-Tochter. Im Klartext: 200 Stellen werden abgebaut, das operative Geschäft in Großbritannien und Spanien wird eingestellt. Vorstandsvorsitzender Paulus Neef erhält die Alleinherrschaft über die Pixel-Mannen zurück. Außerdem greift Mutterkonzern Bertelsmann der Agentur mit einer weiteren Finanzspritze unter die Arme.
Die Leiter der Standorte München, Hamburg und Köln berichten künftig direkt an Paulus Neef. Sowohl Peter Ostermann, COO der Pixelpark AG, als auch Werner Krainz, Geschäftsführer von Pixelpark Deutschland, verlassen - natürlich auf eigenem Wunsch hin - Pixelpark zum Jahresende: "Sie werden sich neuen unternehmerischen Herausforderungen widmen."
Zudem will sich Pixelpark auf seine Kernkompetenzen konzentrieren: "Im Mittelpunkt der Aktivitäten soll die Entwicklung und Umsetzung von Portalen, Marketing-Websites, E-Shops und Multichannel-Lösungen für Kunden stehen". Damit will Pixelpark nicht mehr die Geschäftsfelder IT, Consulting und klassische Werbung abdecken.
Zusätzlich sollen die Stammmärkte Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich künftig im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. Daher wurden in Großbritannien 40 Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt. In Spanien soll die Niederlassung an den Mitgesellschafter 'Banco Bilbao Vizcaya Argentina' verkauft werden.
Die Radikalkur bei Pixelpark wird von Bertelsmann mit einer Finanzspritze unterstützt: 15 Millionen Euro investiert der Mutterkonzern als "nachrangiges Darlehen". Die gesamte Diät soll "die Profitabilität des Unternehmens schnell und nachhaltig steigern" und dazu führen, dass Pixelpark im nächsten Jahr die Gewinnzone erreicht.
