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Eierhoff soll von Vetternwirtschaft bei Pixelpark gewusst haben
24.01.2003 (iBusiness) Der Rauswurf von Pixelpark-Vorstand Paulus Neef wegen angeblicher Vetternwirtschaft wirbelt mehr Staub auf, als bisher angenommen.
Die damalige Bertelsmann-Tochter Pixelpark hatte die Unternehmensberatung ZLU im Jahr 2000 für einen vermutlich stark überteuerten Preis von rund 35 Millionen Euro gekauft. Dieses Geld floss - so wird vermutet - sowohl in die Taschen des ZLU-Gründers Helmut Baumgarten als auch in die seines Schwiegersohnes in spe, Paulus Neef und sorgte bei der Pixelpark AG damals das erste Mal für unerwartet hohe Verluste. Wegen dieser angeblichen Vetternwirtschaft setzte der Pixelpark-Aufsichtsrat kurz vor Weihnachten 2002 Paulus Neef auf die Straße.
In seiner aktuellen Ausgabe berichtet nun das Manager Magazin, Eierhoff habe zugegeben, dass er über die private Verbindung zwischen Neef und Baumgarten gewusst habe. Trotzdem habe er - in seiner Funktion als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Pixelpark - dem Kauf zugestimmt. Und das, obwohl Eierhoff dem ehemaligen Pixelpark-Chef immer in enger gegenseitiger Abneigung verbunden war.
Eierhoff kann nun - falls Vetternwirtschaft wirklich vorliegt - auch rechtlich belangt werden. "Der Aufsichtsrat wird genau zu diesem Zweck einberufen: Er soll solche Vorkommnisse aufdecken und verhindern", kommentiert der Münchner Börsen-Analyst Engelbert Hörmannsdorfer.
Ob der jetzige Pixelpark-Chef Jürgen Richter (der Eierhoff ab 2002 als Aufsichtsratsvorsitzender abgelöst hatte) nun auch gegen Eierhoff juristisch vorgehen will, konnte bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung gebracht werden: Er war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Klaus Eierhoff hat zum 31.12.2002 inzwischen auch Bertelsmann verlassen.
