Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Online-Jobbörsen fürchten sich vor zu viel Macht der BA

von nc

14.08.2003 (iBusiness) Die Online-Stellenmärkte Jobpilot, JobScout24, Monster und StepStone sehen die geplante Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt gefährdet und fühlen sich von der BA verraten.

In einem Brief fordern Jobpilot, JobScout24, Monster und Stepstone Aufklärung vom Vorstand der BA über die wahren Absichten des Arbeitsamtes. Die inzwischen bekannt gewordenen Fakten, wie beispielsweise der Einsatz des Job-Roboters (iBusiness berichtete), habe die BA den Online-Stellenmarkt-Anbietern bei einem ersten Sondierungsgespräch verschwiegen, so der Vorwurf der Geschäftsführer der vier Marktakteure. Eine Zusammenarbeit könne es nach deren Einschätzung nicht geben, wenn der freie Wettbewerb durch steuerfinanzierte Angebote einer Großbehörde nachhaltig gestört werde.

Gemeinsam warnen die vier großen Online-Stellenmärkte die Bundesanstalt für Arbeit (BA) davor, sich gegen die Marktentwickler und eingeführten Unternehmen der Branche positionieren zu wollen. Das selbst gesteckte Ziel der BA, im Zuge der anstehenden Reformen zur "Nummer Eins der Internet-Stellenportale" zu werden, schieße erheblich über den gesetzlichen Auftrag hinaus.

"Die BA gefährdet mit einem Alleingang ohne die etablierten Marktteilnehmer das mit Millionenaufwand an Steuermitteln finanzierte Projekt 'Virtueller Arbeitsmarkt' insgesamt", glauben die vier Geschäftsführer der Jobbörsen, Christopher Funk (Jobpilot), Harald Lenz (JobScout24), Kai Deininger (Monster) und Ralf Baumann (StepStone). Der Grund für diese deutlichen Worte liegt in den Irritationen, die die BA mit ihrem Medienauftritt ausgelöst hat. So will die BA mit einem Millionen-Werbebudget ihren Internetservice über den Virtuellen Arbeitsmarkt (VAM) für alle Arbeitnehmer propagieren. Dabei sollen auch Nicht-Arbeitslose angesprochen werden.

Die BA will nach Meinung der Jobbörsen-Betreiber ihr angekratztes Image in der Öffentlichkeit und bei Unternehmen durch die Wahl eines neutralen Namens für das virtuelle Angebot aufpolieren. "Mit einem anonymen Label und kostenlosen Dienstleistungen wird die BA aber zum konkurrierenden Marktteilnehmer", klagen die vier Marktakteure.

Zudem wolle die BA die Zahl der Stellenangebote durch die ungefragte Übernahme aller veröffentlichten freien Stellen von Unternehmen, Personaldienstleistern und Online-Stellenmärkten aus dem Internet steigern. Dafür hatte das Arbeitsamt vor kurzem den Job-Roboter gestartet. Diese Software durchforstet das Internet nach Stellen, die dem Arbeitsamt nicht gemeldet sind.

Damit handele die BA dem Willen der Unternehmen zuwider. "Viele Unternehmen verzichten bewusst auf die Meldung offener Stellen an das Arbeitsamt", argumentieren die vier Online-Stellenbörsen. Der Grund: Weil die Unternehmen genaue Vorgaben für die zu besetzende Stelle und dafür geeignete Bewerber formulieren, wollen sie unter wenigen Kandidaten den besten auswählen können. Personalverantwortliche wenden sich daher als Schutz vor einer Kandidatenschwemme an professionelle Online-Stellenmärkte und nehmen deren Service und Leistung in Anspruch.

Mehr zum Thema Online-Stellenbörsen und der Zukunft des Recruiting-Marktes lesen iBusiness-Premium-Mitglieder   in der Ausgabe 13/14 der iBusiness Executive Summary  , die nächste Woche erscheinen wird.

Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema: