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Studie: Online-Handel in Europa vervierfacht sich bis 2009

31.03.2004 (iBusiness) Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird sich der Online-Handel in den europäischen Ländern auf rund 167 Milliarden Euro vervierfachen. 2008 wird Deutschland Großbritannien als europäische ECommerce-Nation ablösen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Auf den Plätzen drei bis sechs liegen dann, bezogen auf den Warenumsatz im Internet, die Länder Frankreich, Italien, die Schweiz und Spanien. 2009 werden Konsumenten in diesen sechs Ländern Waren im Wert von rund 134,3 Milliarden Euro online kaufen. Von diesem Online-Warenvolumen entfallen dann auf Deutschland 42,75, auf Großbritannien 40 und auf Frankreich 22,45 Milliarden Euro. In Italien werden die Umsätze bei ca. 16,2 liegen, in der Schweiz bei 6,8 und in Spanien bei 6,09 Milliarden Euro.

Rund acht Prozent wird 2009 in Europa nach der Prognose des Research- und Beratungsunternehmens Forrester Research   der Umsatzanteil aller Warenkäufe im Internet am gesamten europäischen Einzelhandel ausmachen. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Erträge der neuen EU-Mitgliedstaaten, die beim Online-Handel in der Entwicklung derzeit jedoch etwa fünf Jahre zurückliegen, so Forrester-Analystin Hellen K. Omwando. Zusätzliches Entwicklungspotenzial sieht Omwando für die Internet-Händler vor allem auch in der Warenauslieferung an Kunden in Länder jenseits der lokalen Spielwiesen.

Schon jetzt kauft laut Forrester rund ein Viertel aller europäischen Konsumenten, die älter als 18 Jahre sind, regelmäßig in Online-Shops. Im Schnitt 223 Euro geben die Internet-Kunden für ihre Einkäufe pro Jahr aus. 2004 werden die europäischen Konsumenten für rund 40 Milliarden Euro Waren über das Internet ordern. Urlaubsreisen, Kleidung, Computer-Hardware und Unterhaltungselektronik, Tickets für Veranstaltungen und Bücher sowie der Bereich Lebensmittel/Getränke und Haushaltswaren werden dabei die umsatzstärksten Warensegmente bilden. An dieser Gewichtung wird sich der Studie zufolge auch innerhalb der nächsten fünf Jahre wenig ändern.

Die Forrester-Prognose für die gesamteuropäischen Umsätze bei Kleidung lautet für 2009 auf rund 20,19 Milliarden Euro (2004: 3,92 Milliarden Euro), für Computer Hardware und Unterhaltungselektronik auf 14,58 Milliarden Euro (2004: 4,29 Milliarden Euro) sowie für Veranstaltungstickets auf 11,35 Milliarden Euro (2004: 3,54 Milliarden Euro). Für Bücher werden die Europäer rund 9,09 Milliarden Euro im Internet ausgeben (2004: 3,17 Milliarden Euro).

Lebensmittel/Getränke und Haushaltswaren landen für rund 15,82 Milliarden Euro (2004: 2,33 Milliarden Euro) im virtuellen Einkaufsnetz. Umsatzstärkster Bereich bleibt 2009 der Bereich Urlaubsreisen. Hier werden sich die Umsätze der via Internet gebuchten Reisen und Ausflüge von derzeit 9,64 Milliarden Euro auf 46,9 Milliarden Euro erhöhen, schätzen die Marktforscher.

Mit derzeit 14,12 Milliarden Euro geben Kunden in Großbritannien per Mausklick 2004 am meisten aus, gefolgt von den deutschen Kunden, die Waren für rund 10,63 Milliarden Euro bei virtuellen Einkaufsbummeln erwerben. Auf rund 1,72 Milliarden Euro beziffert Forrester Research für dieses Jahr die Online-Umsatzgröße in der Schweiz, auf 742 Millionen Euro in Österreich. Bei durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten jenseits der 30 Prozent wird der österreichische Internet-Markt 2009 bei rund 3,66 Milliarden Euro liegen.

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