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Amazon startet kontextsensitives Affiliate-Marketing

von sr

04.05.2006 (iBusiness) Affiliate-Marketing-Partner von Amazon können jetzt auf ihrer Website Amazon-Produkte bewerben, die inhaltlich zu ihrem eigenen Content passen. Auch wenn das kontextsensitive Affiliate-Marketing derzeit noch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hat.

'Self-Optimizing-Links' nennt sich der neue Service, den Amazon   ab sofort Teilnehmern seines Partnerprogramms   anbietet. "Mit dem Dienst können unsere Werbepartner Amazon-Inhalte auf ihrer Website optimieren und genau auf ihre eigenen Inhalte zuschneiden", erklärt Amazon-Sprecherin Mirja Bauer. Laut iBusiness-Informationen können Werbepartner ihren Content automatisch von Amazon analysieren lassen. Anschließend ordnet Amazon automatisch den am häufigsten vorkommenden Begriffen auf einer Website verwandte Produkte aus dem eigenen Katalog zu. Amazon-Partner können auf diese Weise auf ihren Websites Produkte aus dem Amazon-Katalog bewerben, die zu ihren redaktionellen Inhalten passen.

Derzeit hat der Service aber noch seine Startschwierigkeiten, wie die Amazon-Anzeigen auf dem Suchmaschinen Optimierung Blog   verdeutlichen. Dort wird nämlich das New-Age-Buch Anleitung zum Glücklichsein   beworben, weil es sich bei dem Autor um einen gewissen "Meister Seo" handelt. Im Blog wird der Begriff Seo aber als Abkürzung für Suchmaschinen-Optimierung genutzt (Search Engine Optimizing).

Die kontextsensitiven Amazon-Anzeigen sind für Website-Betreiber eine gute Gelegenheit, als Amazon-Partner mehr Geld zu verdienen. Denn im Idealfall haben die Leser einer Website eine hohe Affinität zum beworbenen Produkt, kaufen eher ein. Laut iBusiness-Information bekommen Amazon-Partner bei einem über ihre Website zustande gekommenen Verkauf eine Provision von fünf Prozent des Netto-Verkaufspreises.

Unklar ist derzeit noch, wie Amazon die Seiteninhalte der Partner-Websites analysiert. Laut Medienberichten hatte diese Woche Amazon bei seiner Suchoberfläche A9   die Zusammenarbeit mit Google   beendet und statt dessen einen Vertrag mit Microsoft   geschlossen. Das auch Microsoft hinter den kontextbezogenen Anzeigen steckt, ist wahrscheinlich: Laut Amazon-Sprecherin Bauer basiert die Seiten-Analyse auf den Erfahrungen, die Amazon "im Rahmen der Entwicklungen der Funktionalitäten der Suchmaschine A9 gesammelt hat."

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