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ECommerce: Verbraucher zocken zunehmend online
10.05.2006 (iBusiness) "Erdrutschartigen eingebrochen" ist laut einer aktuellen Marktanalyse der Anteil der ECommerce-Transaktionen, die über klassische Onlineshops zustande kommen. Dagegen sind die Transaktionen bei Anbietern von Online-Casinos und Sportwetten stark gestiegen.
Stark zugenommen haben dagegen die Transaktionen bei Online-Spielcasinos und Anbietern von Online-Sportwetten. Mittlerweile kommen 46 Prozent der Transaktionen im ECommerce-Geschäft über solche Gambling-Anbieter zustande. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 32 Prozent. Pago-Sprecher Andreas Stefanis macht für diese Entwicklung vor allem das Marketing der Spiel- und Wettanbieter verantwortlich, das zunehmend das Interesse der Internetnutzer weckt: "Dazu kommt, dass Online-Zocken wohl für viele einfach interessanter ist, als einen Kühlschrank im Internet zu kaufen."
Dennoch muss man die Pago-Zahlen etwa relativieren. Denn der Payment-Anbieter hat sehr viele Kunden aus dem Online-Gambling-Bereich. Dementsprechend ist die Analyse der Pago-Transaktionen nur minder repräsentativ für den europäischen ECommerce-Markt. Der Anteil der Online-Gaming-Transaktionen an allen ECommerce-Transaktionen in Europa dürfte damit bei einer repäsentativen Analyse deutlich weniger hoch ausfallen.
Interessant: Laut dem Pago-Report geben Frauen im Internet deutlich mehr Geld beim Online-Kauf aus als Männer. Demnach hat der Warenkorb einer Frau im Schnitt einen Wert 54,50 Euro. Männer dagegen kommen auf lediglich 47,81 Euro. Ein Grund dafür ist laut Pago, dass Männer vor allem niedrigpreisige Produkte wie Handy-Klingeltöne oder Domains online kaufen. Frauen dagegen würden vor allem hochpreisige Produkte zwischen 100 und 500 Euro im Internet kaufen.
Den jährlichen Bericht hat Pago in diesem Jahr bereits zum fünften Mal veröffentlicht. Der vollständige Report ist zum Preis von 435 Euro im Onlineshop von Pago erhältlich.
