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Otto steigert Umsatz 2019 auf 3,5 Milliarden Euro
06.04.2020 Besonders bei Möbeln und Technikprodukten legt der Versandhändler im vergangenen Jahr zu. Die Corona-Pandemie überschattet den Start in das neue Geschäftsjahr und führt zu deutlichen Nachfrage-Schwankungen in den Sortimenten.
Mehr Möbel und mehr Marktplatz
Am stärksten, mit einem Plus von 15 Prozent, stieg der Umsatz im Segment Home&Living, knapp gefolgt von Technikartikeln mit rund 14 Prozent. Otto bleibt damit nach eigenen Angaben Deutschlands größter Online-Möbelhändler. Erfolgreich umgesetzt wurde die automatisierte Einbindung von Marken und Händlern auf dem Marktplatz otto.de . In den kommenden Monaten werden rund 1000 Partner live geschaltet, die nach Anmeldung binnen zwei bis drei Tagen ihre Sortimente online auf der Plattform anbieten können.Auswirkungen der Corona-Krise
Die Corona-Pandemie überschattet seit Anfang März den Start in das neue Geschäftsjahr. Wesentliche Geschäftseinheiten inklusive Teile der Relationcenter wurden auf Homeoffice umgestellt, insgesamt 3000 Otto-MitarbeiterInnen arbeiten nun von Zuhause aus. Der Betrieb laufe trotz umfangreicher organisatorischer Veränderungen der Arbeitsabläufe "sehr stabil", bekräftigt das Unternehmen. "Wir haben bereits vor einigen Jahren die technischen und kulturellen Voraussetzungen für vernetztes, agiles und mobiles Arbeiten geschaffen, was sich aktuell besonders auszahlt", sagt Marc Opelt , Vorsitzender des Otto-Bereichsvorstands.Rückgänge bei ertragstarker Mode
Die aktuelle Geschäftslage werde beeinflusst durch eine "sehr heterogene und volatile Nachfrage" der Kunden. Normalerweise um diese Zeit stark nachgefragte sowie besonders ertragsstarke Warenkategorien wie die saisonale Frühjahrs-, Sommer- und Bademode verzeichneten deutliche Rückgänge und liegen unter Plan, so der Konzern. Dagegen sei die Nachfrage in anderen Sortimenten wie Elektronik-Artikel, Computer, Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Spielekonsolen, Wohn- und Einrichtungsgegenstände sowie "bequemen Textilien" ungewohnt stark gestiegen.Insgesamt sorgt dieses Kaufverhalten temporär sogar für leichte Umsatzzuwächse. Einen generell anhaltenden Trend für die weitere Geschäftsentwicklung will Marc Opelt daraus jedoch nicht ableiten. Eine seriöse Prognose für das laufende Geschäftsjahr sei derzeit nicht möglich, die mittel- und langfristigen Folgen der sich weltweit abkühlenden Konjunktur auf die Geschäfte und Arbeitsplätze nicht absehbar.
