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Werbetreibende investieren erstmals mehr in Online- als in Printwerbung
31.05.2006 (iBusiness) In Großbritannien werden Marketeers in diesem Jahr voraussichtlich zum ersten Mal mehr Geld für Onlinewerbung ausgeben als für Werbung in Tageszeitungen. Hierzulande aber wird sich der Werbemarkt voraussichtlich anders entwicklen.
In Deutschland klafft die Lücke zwischen den Ausgaben für Onlinewerbung und den Werbespendings für Werbung in Tageszeitungen dagegen noch viel weiter auseinander. Laut dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wurden im vergangenen Jahr 47 Prozent der deutschen Werbe-Investitionen für die "Verbreitung von Werbung in Pressemedien" ausgegeben. Für den Online-Markt hat der ZAW keine gesonderten Zahlen. Ein Viertel aller Werbeausgaben (25 Prozent) ist allerdings in die Kategorie 'Funkmedien' geflossen. Dazu gehören aber neben Internet auch Radio und TV.
Eine Entwicklung wie in Großbritannien sieht der ZAW hierzulande daher nicht im Kommen: "In der Online-Werbung ist zwar viel Dynamik drin", erklärt ZAW-Geschäftsführer Volker Nickel, "allerdings auf einem noch niedrigen monetären Niveau". Dazu komme, dass der Zeitungsmarkt in Großbritannien vor allem durch überregionale Titel beherrscht werde. Regionalzeitungen wie in Deutschland spielen laut Nickel kaum eine Rolle, daher wird auch von vornherein hier in Großbritannien weniger investiert.
Laut dem ZAW haben die Einnahmen aus Onlinewerbung im vergangenen Jahr um 22,5 Prozent zugenommen. Die gesamten Netto-Einnahmen liegen aber auch trotz dieses Wachstums nur bei 332 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Netto-Werbeeinnahmen aus Werbung in Tageszeitungen stagnieren zwar, haben aber im vergangenen Jahr ein Gesmatvolumen von 4,4 Milliarden Euro erreicht.
