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Gruner+Jahr: Web-2.0-Offensive geht in die nächste Runde
31.08.2006 (iBusiness) Das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr setzt bei seiner Internet-Strategie weiter voll auf User-Generated-Content: Mit einem neuen Online-Portal für Amateur-Fotografen will das Magazin Stern jetzt die Leser-Blatt-Bindung stärken und Internetnutzer in die Heftgestaltung miteinbeziehen.
Bei Augenzeuge.de werden die Hobby-Fotografen laut Stern "wie Profis behandelt". Amateur-Knipser können demnach an ihren Schnappschüssen genau so viel verdienen wie ein Berufs-Fotograf. Wenn ein Foto im Stern veröffentlicht wird, zahlt das Magazin bis zu 1.000 Euro Honorar. Außerdem kümmert sich der Stern darum, das interessante Fotos auch anderen Medien zum Kauf angeboten werden. Laut Thomsen ist dieses Angebot "in dieser Form in Deutschland bislang einzigartig".
Augenzeuge.de sucht nach eigenen Angaben alle Fotos, wofür sich die Presse interessieren könnte: Bilder von Naturereignissen, von Prominenten, von Sportereignissen, von Unfällen oder Naturkatastrophen. Jedes eingereichte Foto wird von der Stern-Bildredaktion gesichtet und anschließend entweder für den Abdruck im Stern reserviert oder zur Vermarktung durch die Agentur 'Picture Press' freigegeben. Für Hobby-Fotografen ist Augenzeuge.de kostenlos. Einzige Bedingung: Das Bild muss exklusiv Augenzeuge.de zur Verfügung stehen und darf nicht gleichzeitig anderen Agenturen angeboten werden.
Augenzeuge.de ist nicht die erste Web-2.0-Anwendung von Gruner+Jahr . Im April diesen Jahres hatte des Hamburger Verlagshauses angekündigt, künftig Internetnutzer bei den Online-Auftritten der einzelnen Magazine stärker miteinzubeziehen. Unter dem Motto 'Expand Your Brand' entwickeln die Verantwortlichen der einzelnen Magazine seitdem Web-2.0-Strategien. In einem ersten Schritt hatte das Wissensmagazin Geo daraufhin einen Online-Cover-Wettbewerb ausgerufen. Hobby-Fotografen konnten für die Spezial-Ausgaben für Russland, Portugal, Japan sowie Chile und Argentinien ein eigens Foto für das Titelbild einreichen.
