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Nach YouTube-Deal: Grüne wollen Google weitere Zukäufe verbieten
11.10.2006 (iBusiness) Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin der Grünen, will jetzt Googles Einkaufstour "Einhalt gebieten". Die 31-jährige fürchtet eine zunehmend mächtigere "Meinungsmacht" von "Krake Google".
Durch die YouTube-Übernahme haben jetzt das Videoangebote von Google einen Marktanteil von 60 Prozent. Zu viel für Bettin, der bereits Googles Suchmaschinen-Quasi-Monopol ein Dorn im Auge ist. "Die Krake Google streckt ihre Tentakeln immer weiter aus", warnt sie und fordert: "Dieser Entwicklung muss jetzt Einhalt geboten werden." Wie das allerings geschehen soll, verrät Bettin nicht: Bis Redaktionschluss war die Grünen-Sprecherin für keine Stellungnahme erreichbar.
Den Google-Verantwortlichen dürfte Bettins Kampfansage allerdings nur ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubern. Bereits vor gut einem Jahr hatte Bündnis 90/Die Grünen angekündigt, die "Vielfalt und Alternativen im Bereich der Suchmaschinen" zu fördern und die "Google-Dominanz" einzuschränken. Geplant war eine "alternative Suchmaschine", für die Datenbanken von Bibliotheken und Universitäten vernetzt werden sollten. Nur: Passiert ist bis heute nichts.
