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Social Media Studie: Narrative Posts bringen mehr Reaktionen
18.03.2014 Durch die Verwendung erzählender Elemente in ihren Facebook-Posts konnten die Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2013, Angela Merkel und Peer Steinbrück , auch mehr Likes hervorrufen. Zudem erzielte Merkel durch Narrative in ihren Postings mit durchschnittlich 655 Kommentaren signifikant mehr Kommentare als in Postings, die keine narrativen Elemente enthielten - hier waren es nur 445 Kommentare im Durchschnitt. So eine Analyse der MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation .
Im Zusammenspiel der sprachlichen Merkmale Narration, Emotionalität, Leser-Ansprache und dem Auftreten als Ich-Erzähler in ihren Facebook-Posts konnte bei beiden Spitzenkandidaten eine deutliche Steigerung der User-Aktivitäten festgestellt werden.
Als narrativ definierte der Wissenschaftler Andreas Köhler Facebook-Posts, wenn sie rudimentär eine Geschichte erzählen, also Ereignisse und Akteure beinhalten, die vom Postenden als Erzähler gelenkt werden. Wenn beispielsweise Peer Steinbrück postete "Stillstand abwählen!", dann handelte es sich nicht um eine Erzählung, da kein Akteur auftritt. Postete er hingegen "Ich trete zur Bundestagswahl an, um den Stillstand zu beenden.", wurde dies als narrativ bewertet, da hier ein Akteur ("Ich") und ein Ereignis (der Antritt) benannt wurden.

