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Holocaust-Leugnung: Facebook ignoriert eigene Nutzerbedingungen

13.05.2009 Wie ernst Facebook seine Nutzerbedingungen nimmt, wird an Hand einer aktuellen Diskussion deutlich: In dem Netzwerk haben sich mittlerweile fünf Gruppen gebildet, in denen der Holocaust geleugnet wird. Zwei hat Facebook jetzt geschlossen, drei dürfen weitermachen.

 (Bild: CC Praziquantel/Flickr)
Bild: CC Praziquantel/Flickr
Nimmt sich das Social Network Facebook   selber beim Wort, müsste es konsequent gegen die Holocaust-Leugner unter seinen Nutzer vorgehen. "Du wirst keine Inhalte veröffentlichen oder anderweitig auf Facebook aktiv sein, bei denen Du die Rechte anderer verletzt oder in sonstwie gegen das Gesetz verstößt" (You will not post content or take any action on Facebook that infringes someone else's rights or otherwise violates the law), heißt es in den Nutzerbedingungen.

Aus diesem Grund müsste Facebook die fünf auf seiner Plattform befindlichen Nutzer-Gruppen, in denen der Holocaust geleugnet wird sperren. Denn die Leugnung des Holocausts ist nach Auskunft eines Sprechers der Initiative The Jewish Internet Defense Force   in 13 Ländern verboten. Doch gesperrt werden nur zwei der beanstandeten Nutzergruppen. Das hat der Facebook-Sprecher Barry Schnitt gegenüber dem Technically Incorrect-Blog   des Branchendienstes CNet   erklärt.

Wie CNN auf seiner Webseite berichtet  , bewerte Schnitt die Holocaust-Leugner zwar als störend, doch habe jeder Nutzer das Recht auch "kontroverse Ideen" zu diskutieren. Es habe viele interne Diskussionen dazu gegeben. Aber die Tatsache alleine, dass jemand über diese Dinge diskutiere reiche nicht, um derartige Gruppen zu verbieten, meint Schnitt. Entfernt würden Gruppen nur, wenn einzelne Nutzer attackiert oder Gewalt angedroht würden.
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