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Digitale Transformation: Zeitungen verloren 17,5 Prozent des Umsatzes
19.12.2016 Die deutschen Zeitungsverlage haben durch den digitalen Wandel in den vergangenen zehn Jahren im Kerngeschäft bereits ca. 17,5 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt, in Großbritannien betrug der Rückgang über 45 Prozent. Bis 2026 wird sich das Umsatzvolumen laut der OC&C-Studie zum digitalen Wandel der Medienbranche um voraussichtlich weitere 15 bis 20 Prozent reduzieren.
Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie "Is Content King After All?" der internationalen Strategieberatung OC&C Strategy Consultants . Die Experten von OC&C analysierten im Rahmen der Studie, wie Konsumenten aus Deutschland, USA und Großbritannien mit Online-Plattformen und Medieninhalten verschiedener Branchen interagieren.
In den USA und Großbritannien gehen bereits zehn bis 25 Prozent des Traffics auf Nachrichtenseiten auf das Konto von Artikeln, die auf Online-Plattformen geteilt wurden. Aktuell hinkt Deutschland dieser Entwicklung noch hinterher - hier machen geteilte Artikel bislang nur fünf bis 15 Prozent aus. Wenn es hier ein Nachholprozess dieser Entwicklung hierzulande gibt, würde dieser teilweise erosionsartige Umsatzverluste für die Medienbrache nach sich ziehen.
Denn in den drei untersuchten Märkten wandelt sich der Nachrichtenzugang massiv. In den USA und Großbritannien - den Ländern mit den größten Umsatzverlusten hinsichtlich des klassischen Mediengeschäfts - bezeichnen rund 40 Prozent der Millennials Social Media-Plattformen als zentrale Nachrichten- und Informationsquelle. In Deutschland liegt der Anteil bei 30 Prozent.
Die Bedeutung von Online-Plattformen als Schnittstelle zwischen Inhalten und Publikum nehme weiter zu. Wollten deutsche Medienhäuser Umsatzeinbrüche verhindert, wie sie die angelsächsische Branche erlitten haben, müssten sie einen profitablen Weg der Zusammenarbeit mit den aufstrebenden Plattformen finden. Alternativ ist eine branchenweite Antwort auf das Wachstum der Plattformen denkbar, um die Kontrolle über den eigenen Markt zurückzuerobern.
