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Weniger Kooperationen

Start-ups und etablierte Unternehmen gehen im Corona-Jahr auf Abstand

13.07.2021 Deutlich weniger Start-ups kooperieren mit Mittelstand und Konzernen - obwohl die Mehrheit positive Erfahrungen bei Kooperationen gemacht hat.

 (Bild: Pixabay/ Free-Photos)
Bild: Pixabay/ Free-Photos
Deutsche Start-ups gingen im vergangenen Jahr weniger Kooperationen mit etablierten Unternehmen ein. Zwar arbeiten drei Viertel (76 Prozent) der Start-ups mit Mittelständlern, Konzernen oder Global Playern zusammen. Vor einem Jahr waren es aber noch 90 Prozent. Am häufigsten entwickeln Gründerinnen und Gründer gemeinsam mit etablierten Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen (54 Prozent).

Vier von zehn Start-ups (43 Prozent) kooperieren auf sonstige Art und Weise, zum Beispiel im Rahmen von Gründerwettbewerben. Jedes Sechste (17 Prozent) gibt an, dass etablierte Unternehmen eine finanzielle Beteiligung bei ihnen halten. Das zeigt eine Befragung von mehr als 200 Start-ups, die vom Digitalverband Bitkom   in Auftrag gegeben wurde.

(Grafik: Bitkom)


Dass sich Kooperationen lohnen, zeigen die Erfahrungen der Start-ups. Sechs von zehn (61 Prozent) derjenigen, die mit etablierten Unternehmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln oder auf sonstige Art und Weise zusammenarbeiten, berichten von überwiegend positiven Erfahrungen. Ebenso viele (61 Prozent) konnten neue Kunden und Märkte erschließen und über die Hälfte (54 Prozent) ihr Produkt verbessern. Vier von zehn (41 Prozent) stellen durch die Zusammenarbeit eine größere fachliche und technologische Expertise bei sich fest.

Doch nicht nur die Start-ups profitieren von der Kooperation, ebenso können die etablierten Unternehmen von den Start-ups lernen. So ergänzen sich beide Seiten aufgrund unterschiedlicher Stärken und Schwächen, wie 47 Prozent der Gründerinnen und Gründer berichten. Ein Viertel (27 Prozent) sagt allerdings, dass die etablierten Unternehmen mehr von ihnen profitieren als umgekehrt. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Start-ups geben an, dass ihnen die Prozesse bei den Betrieben viel zu langsam und aufwändig waren. Gleichzeitig sagt jedes Vierte, dass es die etablierten Unternehmen als arrogant gegenüber Start-ups erlebt hat.
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