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Web 2.0 macht E-Learning auch für mittelständische Unternehmen attraktiv
05.03.2009 Vor allem in den großen deutschen Top-500-Unternehmen gehört E-Learning zu den Standards der Personalentwicklung. Durch das Web 2.0 prognostiziert der Bitkom einen Schub des digitalen Lernens im Businessumfeld, der auch vielen Mittelständlern zu gute kommen werden.
So nennen zwei Drittel der befragten Unternehmen Kosten- und Zeitersparnis als ein Hauptmotiv für die Nutzung von E-Learning. Wichtigster Grund für die Einführung ist die stärkere räumliche und zeitliche Flexibilität beim Lernen. 86 Prozent der befragten Firmen nennen dieses Motiv. Nach Bitkom-Schätzung hat der deutsche E-Learning-Markt derzeit ein Volumen von rund 200 Millionen Euro. Er umfasst insbesondere Lernsoftware, digitale Lerninhalte von professionellen Anbietern und spezielle Hardware. Hinzu kommen Beträge, die von den Unternehmen für die Entwicklung individueller Lösungen aufgewendet werden.
Laut BITKOM werden neben den klassischen Anwendungen zunehmend Web-2.0-Tools wie Wikis oder soziale Netzwerke in der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt. Gut ein Drittel der Unternehmen nutzt Wikis und Weblogs. 27 Prozent der Firmen nutzen Podcasts oder Videocasts, also Ton- oder Videoaufzeichnungen von Seminaren, die per Internet abgespielt werden können. Jedes fünfte Unternehmen setzt soziale Netzwerke ein, in denen sich die Teilnehmer über jobrelevante Themen austauschen können. "Der Einsatz von Web-2.0-Anwendungen gibt dem E-Learning einen enormen Schub", sagte Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer . Insbesondere jüngere Mitarbeiter kennen solche Anwendungen bereits aus ihrer Ausbildung oder aus der Freizeit. "Die Unternehmen können Web-2.0-Tools relativ einfach und preiswert einführen. Sie sind damit eine Art Eisbrecher für komplexere E-Learning-Anwendungen", erklärt Scheer die Vorteile des Web 2.0 im E-Learning.
Nach wie vor haben dominieren aber die klassischen Formen des E-Learning den Markt. Drei Viertel der Unternehmen nutzen Web Based Training (WBT). Beim internetgestützten Lernen werden die Schulungen von den Nutzern online zur Verfügung gestellt und oft auch online durchgearbeitet. 61 Prozent der Befragten setzen das Computer Based Training (CBT) ein, bei dem Anwendungen meist auf einer CD-Rom oder DVD geliefert werden. 41 Prozent der Unternehmen nutzen Videokonferenzen und virtuelle Klassenräume, in denen die Lernenden entweder per Internet oder Telefon direkt miteinander verbunden sind.
Diese Inhalte werden laut Bitkom vor allem über E-Learning vermittelt:
- Umgang mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder E-Mail-Systemen (75 Prozent)
- Produktschulungen (57 Prozent)
- kaufmännische Fachkompetenzen (55 Prozent)
- Fremdsprachen (53 Prozent)
- Softskills, wie Verhandlungsführung, Zeitmanagagement oder Rhetorik (43 Prozent)
