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Studie: eLearning-Anbieter vernachlässigen Generation 50plus
21.02.2008 Lernen mit dem Computer und im Internet ist für Best Ager noch die Ausnahme. Das liegt nicht an mangelndem Interesse, sondern an fehlenden Angeboten.
Nach Auswertung der Marktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) lebten 2006 in Deutschland etwa 20,5 Millionen Menschen zur Altersgruppe 60 und älter. Dies entspricht einem Anteil von rund 25 Prozent an der Gesamtbevölkerung.
Eine generelle Ablehnung der neuen Medien bei Senioren ist nicht feststellen. "Es gibt viele an Bildung und Technik interessierte Senioren, die mit Neugier und Begeisterung an digitale Bildungsangebote herangehen", erklärt Georgieff. So nutzen bereits 46 Prozent der 60- bis 69-jährigen Männer das Internet, bei den über 70-jährigen sind es 21 Prozent, wobei die Zahlen bei den Frauen deutlich niedriger sind.
Dem wachsenden Bedarf stehe, so die Studie, ein spärliches Angebot gegenüber. "Der Markt für Weiterbildung für Senioren ist noch unterentwickelt", schätzt Georgieff. Hier seien neben Unternehmen auch die traditionellen Bildungsanbieter für Senioren wie Volkshochschulen, Kirchen und Akademien gefordert, sich mehr im Bereich E-Learning zu engagieren.
"Die Diskussion um die Best-Ager hat gerade erst begonnen. Es wird wahrscheinlich noch mindestens zwölf bis 18 Monate dauern, bis sich dieser Trend in Produkten niederschlägt", klagt Thea Payomen , Geschäftsführerin von Check.point eLearning , gegenüber iBusiness.
Für viele Anbieter vor allem aus dem mittelständischen Bereich die im Durchschnitt fünf bis zehn Mitarbeiter beschäftigen, sei das Risiko in die neue Zielgruppe zu investieren "einfach noch zu groß", erklärt Payome die Zurückhaltung der Anbieter. "Solange die Auftragslage den neuen Markt nicht wiedergibt", erklärt Payome, hätten nur die Marktführer die notwendige Man-Power, um in Produkte für Best-Ager zum jetzigen Zeitpunkt zu investieren.
