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E-Learning: Deutsche Unis haben immensen Interaktiv-Nachholbedarf

13.04.2007 Eine aktuelle Untersuchung von Microsoft erteilt Deutschlands Universitäten schlechte Noten, was ihr ELearning-Angebot betrifft. So ist zwar in der Regel die notwendige technische Online-Basis vorhanden. Nur werden darüber kaum interaktive Dienste angeboten.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Deutsche Universitäten vernachlässigen ELearning-Anwendungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Infratest   , die Microsoft   in Auftrag gegeben hat. Der Studie zufolge ist zwar die technische Online-Basis für einen digitalen Campus gegeben. Jedoch mangelt es häufig an interaktiven Diensten und Anwendungen, die den Studenten das Lernen erleichtern könnten.

Die Studie zeigt, dass die universitären Online-Portale in der Regel als einseitiger Kommunikationskanal genutzt werden. Viele Portale dienen demnach ausschließlich zur Informationsverbreitung durch die Universität. 46 Prozent der bei der Studie befragten Studenten bemängeln etwa, dass man sich an ihrer Uni nicht über das Internet zu Prüfungen anmelden kann. Und erst ein Viertel Studierenden kann eine Online-Übersicht über die eigenen Studienergebnisse und noch ausstehenden Leistungsnachweise bei seinem Uni-Portal abrufen.

83 Prozent der Studenten klagen, dass bei ihrer Uni-Homepage keine virtuellen Sprechstunden oder Chats mit Dozenten angeboten werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist der zu langsame Informationsfluss. So wünschen sich 95 Prozent der Befragten die Online-Bekanntgabe von kurzfristigen Terminänderungen. 83 Prozent der Studenten hätten zudem gerne Online-Tests und Übungsaufgaben im Internet.

Mehr als 60 Prozent der Studenten bekommen ihren Lehrstoff noch mit Tafel und Overhead-Projektor präsentiert. Immerhin fast 70 Prozent der Befragten berichten vom Einsatz von PC und Beamern: allerdings ohne Verbindung zum Internet. Nur fünf Prozent der Studenten haben laut eigenen Angaben von ihren Unis virtuelle Arbeitsräume zum Informationsaustausch angeboten bekommen.
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