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Technology-Watch: DNA-Festplatte
26.04.2013 Es könnte ein wichtiger Schritt zur biologischen Hardware sein, zur Festplatte im Gehirn, zum organischen Roboter: Wissenschaftler vom EMBL-European Bioinformatics Institute haben eine Methode entwickelt, mit der man Daten in Form von DNA speichern kann: quasi eine DNA-Festplatte.
Die Desoxyribonukleinsäure ist extrem langlebig, schließlich können Forscher auch aus fossilen Fundstücken noch Erbmaterial gewinnen. Zudem ist sie klein: 100 Millionen Stunden hochauflösende Videos können in einer Menge DNA gespeichert werden, die in eine Kaffeetasse passt. Und es gibt einen dritten Vorteil; DNA benötigt zum Speichern keinen Strom.
Während heute die Information in Nullen und Einsen gespeichert wird, codieren die Wissenschaftler sie im DNA-Verfahren als Abfolge der vier DNA-Bausteine. Da man bisher nur kurze DNA-Stränge herstellen kann, wird der Code in viele kurze Fragmente aufgebrochen. Um Fehler zu vermeiden, überlappen sie. Derselbe Fehler müsste dadurch in mehreren Fragmenten auftreten, um Schaden anzurichten. Außerdem werden Markierungen an die Stränge gehängt, die den Platz des Fragments im Code zeigen. Im ersten Test ver- und entschlüsselte das EMBL in Kooperation mit Agilent Technologies aus den USA unter anderem Martin Luther Kings Rede "I have a Dream" - fehlerfrei.
Mit der DNA-Festplatte zeigen die Forscher, wie aus organischem Material Hightech wird. Dadurch wachsen nicht nur Natur und Technologie enger zusammen, sondern auch Mensch und Maschine.
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