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Geheimzutat: So funktioniert Video Advertising in Social Media
12.05.2020 Die Ausgaben für Video-Advertising steigen seit Jahren. Nicht nur aufgrund ihrer starken Wirkung, auch wegen der zusätzlichen Optionen in der Analyse und Wiederansprache sind Video Ads heiße Ware.
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Der Aufstieg von Videos ist in vollem Gange
"Video is the hottest new format for online advertising", stellte DoubleClick im Jahre 2007 fest. In einer Studie belegte das Tech-Unternehmen, dass Video Ads eine deutlich höhere Klickrate als Image Ads erzielen. Seit 2008 gehört DoubleClick zu Google und mehr ein Jahrzehnt ist verstrichen, an der Aussage hat sich allerdings nichts geändert. Immer noch ist Video auf dem Vormarsch. Marc Zuckerberg sieht Video als Megatrend auf Augenhöhe mit dem Gamechanger Mobile, die Ausgaben für Video Advertising erzielen von Jahr zu Jahr Rekorde. Das Werbegeschäft auf YouTube ist 2019 doppelt so schnell gewachsen wie der Umsatz des Alphabet-Konzerns insgesamt. Die Gründe für das anhaltende Wachstum:- Getrieben durch die mobile Nutzung und den Ausbau der Infrastruktur steigt der Konsum von Video-Content im Internet, besonders eindrucksvoll sind die Zahlen bei der jungen Zielgruppe.
- Der steigende Konsum, aber auch neue Kanäle und Formate wie das Instagram-Format IGTV , Snapchat oder TikTok schaffen attraktive Reichweiten und Inventare für Video Advertising.
- Ob im Content Marketing oder als Anzeige - Videos erfreuen sich bei den Usern großer Beliebtheit und erzielen hervorragende Resultate.
- Video Advertising wird zu großen Teilen programmatisch gebucht, die Ausspielung erfolgt unter Berücksichtigung umfangreicher Audience-Daten, die Streuverluste sind deutlich geringer als in der klassischen TV-Werbung.
Zu guter Letzt sind Videos aufgrund der technologischen Entwicklung einfacher und günstiger zu produzieren, als noch vor einigen Jahren. Jedoch gibt es einige Punkte zu beachten, um leistungsstarke Video Ads zu kreieren.
Step 1: Facebook-taugliche Video Ads produzieren
Im Optimalfall denken Sie bei der Produktion Ihrer Videos bereits daran, dass sich das Querformat für soziale Medien eher weniger eignet. Quadratische Videos nehmen mehr Platz im Newsfeed ein und erzielen daher bessere Ergebnisse. Außerdem ist es natürlich eminent wichtig, dass Sie sich über Ihr Ziel im Klaren sind: Was möchten Sie mit dem Video erreichen, welche Botschaft wollen Sie übermitteln? In jedem Fall sollte das Video nicht zu lang sein, sondern den User kurz und knapp mit der zentralen Aussage versorgen. Die Aufmerksamkeitsspanne beim Surfen in den sozialen Medien ist gering, wenn Sie das Interesse nicht schnell wecken, verlieren Sie den User mit großer Wahrscheinlichkeit.Step 2: User adressieren, die sich für Ihre Marke interessieren
Zu Beginn einer Kampagne ist es wichtig, die potentiell richtigen Personen mit Ihrer Marke in Kontakt zu bringen. Auf Facebook stehen Ihnen geografische, demografische, aber vor allem auch die Interessen der User als Zielgruppendaten zur Verfügung. Eine Studie der Stanford-Universität zeigte bereits 2015, dass ein Computer eine Person schon bei zehn Likes besser einschätzen kann, als es ein Kollege vermag. Ab 150 Likes (Interessen) ist Facebook in der Lage, einen User besser einzuschätzen, als ein Familienmitglied. Übrigens: Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hatte zum Zeitpunkt der Studie 227 Likes verteilt. Diese Ergebnisse zeigen, wie gut Sie genau die Personen erreichen können, die empfänglich für Ihre Botschaft sind.Allerdings sollten Sie das Korsett im Upper Funnel nicht zu eng schnüren. Selbst wenn Sie konkrete Vorstellungen in Form von Personas von Ihren Kunden haben, ist es wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und eine gesunde Balance zu finden. Nur dann können Sie nachhaltig erfolgreiche Kampagnen fahren und lernen, wer sich wirklich für Ihre Marke interessiert. Sie stecken potentielle Kunden damit nicht in demografische Schubladen, sondern identifizieren sie anhand ihres Online-Verhaltens und Engagements, das sie gegenüber Ihrer Marke zeigen.
Step 3: View-Daten für das Remarketing heranziehen
So weit so gut. Die datengetriebene Zielgruppenansprache ist kein exklusives Merkmal von Video Advertising. Spannend wird es eigentlich erst, wenn die Kampagne läuft. Denn Video Ads generieren mehr Daten, als andere Anzeigenformate auf Facebook. Bei Image Ads differenziert Facebook zwar zwischen View (Anzeige war für mindestens zwei Sekunden im sichtbaren Bereich) und Interaktionen (dazu zählen Likes, Shares und Clicks), jedoch stehen in der Wiederansprache lediglich die "Klicker" zur Verfügung, sofern diese in Form einer Website Custom Audience abgespeichert sind.Im Falle von Video Ads bietet Facebook detailliertere Engagement-Metriken an, die Sie zur Wiederansprache der Nutzer heranziehen können. Standardmäßig gibt es bei Facebook folgende Abstufungen:
- Nutzer, die mindestens drei Sekunden unseres Videos gesehen haben.
- Nutzer, die mindestens zehn Sekunden gesehen haben.
- Nutzer, die das Video zu 25, 50 oder 75 Prozent gesehen haben.
- Nutzer, die das Video komplett, oder zu mindestens 95 Prozent, gesehen haben.
Nutzer mittels Video Ads durch den Sales Funnel führen
Auf diese Art und Weise kann es Ihnen gelingen, einen User von der Bekanntmachung Ihrer Marke bis zum Kauf zu geleiten. Immer wenn Sie Video Ads einsetzen, stehen Ihnen die detaillierten Engagement-Daten zur Wiederansprache zur Verfügung. Dementsprechend granular können Sie Ihre Remarketingmaßnahmen konzipieren und maximal relevante Anzeigen präsentieren. Sie überlassen es dem User und seinem Verhalten, ob er die nächste Stufe einläutet, oder nicht. Natürlich sind mit diesem Prozess vergleichsweise aufwendige, strategische Überlegungen verbunden. Gut umgesetzt lohnt sich der Aufwand jedoch und schlägt sich in Form von hervorragenden Ergebnissen nieder.iBusiness-Autor Andre Mornhinweg startete seine Marketer-Karriere im Display Advertising. Inzwischen führt er als Experte auf den Gebieten Social Media, Display und Affiliate Marketing die entsprechenden Teams bei der Agentur ad agent in Herrenberg bei Stuttgart.
