Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Weihnachtsgeschäft: Wie viel die Deutschen ausgeben wollen
03.12.2008 Eine neue Umfrage von Ebay zeigt: Die Deutschen wollen zu Weihnachten weniger für Geschenke ausgeben. Onlinehändler von Karstadt bis Quelle sehen nach einer iBusiness-Umfrage jedoch steigende Umsätze. Doch nicht für alle Marktteilnehmer gibt es gute Nachrichten.
Dabei werden zudem extrem große regionale Unterschiede sichtbar: Während die Berliner mit durchschnittlich 202 Euro mit Abstand am wenigsten Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben, liegt das Weihnachtsbudget in Bayern mit 263 Euro im Durchschnitt fast 30 Prozent höher, wie die Meinungsforscher herausgeben. 28,4 Prozent aller Deutschen planen demnach auch, in diesem Jahr weniger Geld für die Weihnachtsgeschenke auszugeben als letztes Jahr. Mehrausgaben im Vergleich zum Vorjahr planen dagegen nur 11,6 Prozent. Ein weiteres Alarmzeichen für den E-Commerce: Der Anteil derjenigen, die ganz auf den Kauf von Weihnachtsgeschenken verzichten wollen, hat sich nahezu verdoppelt - er ist von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 4,8 Prozent im Jahr 2008 gestiegen.
Andere Umfragen sehen eine weniger starke Kaufzurückhaltung, etwa die von Quelle in Auftrag gegebene Trend-Studie 'Weihnachten 2008', die von Innofact stammt. Die 1.037 Befragten zwischen 14 und 65 Jahren gaben in der Onlineumfrage an, bis zu 250 Euro für Geschenke ausgeben, das meiste davon für die Kinder und den Partner. Dies waren knapp zwei Drittel der Befragten, die trotz Finanzkrise und schlechter wirtschaftlicher Prognosen - nicht bei den Geschenken sparen wollten.
Auch weitere große Onlinehändler äußern sich auch angesichts der Ebay-Zahlen wesentlich optimistischer. Bei Karstadt.de etwa merkt man nichts von weniger Ausgaben durch die Nutzer. "Im Gegenteil, wir haben mehr Umsatz als im letzten Jahr", sagt Sprecher Michael Scheibe gegenüber iBusiness. Bei Quelle ist man offensichtlich sehr zufrieden mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft. "Das E-Commerce-Geschäft bei Quelle brummt. Im November verzeichneten wir einen neuen Bestellrekord mit 46.000 Online-Bestellungen an einem Tag - im Durchschnitt waren das jede Sekunde eine Online-Order", verrät Sprecher Manfred Gawlas . Das Internet bleibe auch in diesem Weihnachtsgeschäft der Treiber. Gemäß der Quelle-Trend-Studie blieben die Ausgaben für Geschenke weitgehend stabil. "Und wir arbeiten daran, dass es so kommt", erklärt Gawlas weiter.
Andere Marktteilnehmer haben ebenfalls positive Nachrichten. "Wir bemerken keine Umsatzrückgänge", sagt auch Kirsten Drössel , Director Brand Business bei Pangora . Wie die Ergebnisse des Pangora-Kongresses gezeigt hätten, erwarte der Markt eher eine Umsatzsteigerung in der Zukunft. "Allerdings geht auch im Onlinehandel der Trend zu einer Fokussierung auf große Wettbewerber", so Drössel gegenüber iBusiness. Es scheint also, dass tendenziell eher kleinere Shops mit weniger Umsatz zu rechnen haben, was andere E-Commerce-Händler bestätigen. Die jeweils großen Anbieter sind große Optimisten. So auch der Ticket-Händler Eventim . Das vierte Quartal sei dort traditionell das stärkste des ganzen Kalenderjahres. "Dies wird auch 2008 so sein. Es zeichnet sich bereits ab, dass wir in diesem Jahr sogar ein außergewöhnlich gutes Jahresendgeschäft haben werden - insbesondere der Verkauf über unsere Internetportale Eventim.de und Getgo.de boomt, und wir erwarten Rekordzahlen", sagt Rainer Appel , Vice President Legal & Business Affairs der CTS Eventim AG.
Für die von Ebay prognostizierte Kaufzurückhaltung gibt es verschiedene Gründe. Am häufigsten wurde von den Befragten mit 39,6 Prozent genannt, dass weniger Geld zur Verfügung stünde. Auf Platz zwei steht mit 20,3 Prozent bereits die allgemeine wirtschaftliche Lage: Da alles teurer werde, müsse auch bei den Geschenken gespart werden, argumentieren die Befragten. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen andere Argumente: "Die Zahl der zu Beschenkenden ist zurückgegangen" (16,6 Prozent), "Ich bin bei der wirtschaftlichen Lage vorsichtiger mit dem Geldausgaben" (13,7 Prozent) und "Ich möchte einfach nicht mehr viel Geld für Geschenke ausgeben" (10,4 Prozent).
Gut für Ebay: Weihnachtsgeschenke durch Verkäufe von Gegenständen aus dem gegenwärtigen Haushalt zu finanzieren, kann sich nach der TNS-Umfrage jeder vierte Deutsche (25,6 Prozent) vorstellen. Frauen sind dabei eher bereit, etwas zu verkaufen. 32,9 Prozent aller Frauen würden etwas aus ihrem Haushalt verkaufen, um ein Weihnachtsgeschenk zu finanzieren, das außerhalb ihres Budgets liegt. Bei den Männern würden diese Möglichkeit aber nur 19,1 Prozent erwägen. Fast die Hälfte der Deutschen (48,6 Prozent) kann sich vorstellen, etwas Gebrauchtes zu kaufen, um es als Weihnachtsgeschenk zu verschenken.
