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"Liebe Leserin, lieber Leser",

11.07.2014 geschlechterspezifische Kundenansprache ist das Mindeste im Onlinemarketing. Ein Blick über den Tellerrand hilft dabei: Shampoo-Anbieter, Werkzeugproduzenten und Lebensmittelhersteller machen vor, wie's geht.

Verena Gründel, iBusiness
Die Welt scheint blau und rosa zu sein - zumindest offline: Immer mehr Markenartikler treiben bei ihren Produkten das Gender-Marketing erfolgreich auf die Spitze.

Coca-Cola   launchte für Männer eine zweite Cola Light, verpasste ihr ein schwarzes Ettikett und nannte sie Coke Zero. Werkzeughersteller bieten Schraubenzieher und Zangen   in Pink und mit Blümchen an. Den Männern verpasst die Industrie eine eigene Anti-Aging-Creme   - in schwarz-blauer Verpackung und mit DFB-Logo.

Für Frauen gibt es - für mehr Geld - natürlich einen vermeintlich an ihre Bedürfnisse angepassten 4-Klingen-Rasierer  . Und sogar Chips   gibt es in getrennten Tüten für Mädels- und für Männerabende.

Während die Konsumgüterindustrie den Frauen-/Männer-Kult mit Erfolg bis zum Wahnsinn betreibt, hinkt die Digitalbranche weit hinterher. Die Erkenntnisse, was Frauen und Männer im Geschäft anspricht, sind also theoretisch am Markt vorhanden und müssen nur noch auf die Onlinewelt adaptiert werden. Das kann ja nicht so schwer sein. Allein ein Blick ins Shampoo-Regal im Drogeriemarkt genügt, um zu wissen, welche Farbkompositionen und Schriften bei Männern oder Frauen ankommen.

Die wesentlich größere Hürde scheint hier die Erkenntnis zu sein, dass man überhaupt Frauen und Männer individuell ansprechen will, sollte und kann. Die Technik zum zielgruppenspezifischen Targeting ist ebenfalls da. Den Rest braucht man sich nur bei etablierten Branchen abzuschauen. Ausgedient hat dann hoffentlich auch endlich die Newsletteransprache "Liebe Leserin, lieber Leser" - ein Zitat aus einer E-Mail von Neckermann (!)  .
Thema:

Gender-Onlinemarketing: Wie man Kunden in Zukunft besser anspricht

Noch verschenken Onlinehändler und Marketeers viel Potenzial, weil sie die weibliche Zielgruppe mit Onlinemarketing falsch oder gar nicht ansprechen. Doch das Schöne am Gender-Onlinemarketing, an der Differenzierung der weiblich gestalteten Werbung ist: Die Männer gibt es gratis dazu.

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Die Unterschiede zwischen Mann und Frau zeigen sich nicht nur in ganz offensichtlichen äußeren Merkmalen, sondern mindestens genauso in den Vorlieben bei der Kundenansprache (Bild: Verena Gründel)
Bild: Verena Gründel
Die Unterschiede zwischen Mann und Frau zeigen sich nicht nur in ganz offensichtlichen äußeren Merkmalen, sondern mindestens genauso in den Vorlieben bei der Kundenansprache

Kommentar von Verena Gründel

"Liebe Leserin, lieber Leser",

geschlechterspezifische Kundenansprache ist das Mindeste im Onlinemarketing. Ein Blick über den Tellerrand hilft dabei: Shampoo-Anbieter, Werkzeugproduzenten und Lebensmittelhersteller machen vor, wie's geht.

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Verena Gründel, iBusiness (Privat)
Bild: Privat
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