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Warum Unister-Anwälte versuchen, iBusiness mundtot zu machen

26.03.2013 Mit einer Androhung "auf Unterlassung, Schadenserlass etc." begehren die Anwälte von Unister zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , den iBusiness-Bericht Razzia und Verhaftung bei Unister Relation Browser von der iBusiness-Website entfernen zu lassen. Das hat einen Hintergrund.

Unister wird vorgeworfen, illegale Versicherungsgeschäfte und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe betrieben zu haben. Das geht aus verschiedenen Medienberichten hervor. Die Anwälte argumentieren, die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen seien unwahr, man habe schließlich Umsatzsteuer statt Versicherungssteuer gezahlt.

Die beauftragte Kanzlei wirft iBusiness nun "Kreditgefährdung" und "Verletzung des Unternehmenpersönlichkeitsrechts" vor. Wir halten die Berichterstattung aufrecht, weil wir der Ansicht sind, dass es durchaus im Interesse der Öffentlichkeit ist, zu erfahren, dass einer der großen Player im Onlinereisegeschäft mit Razzien und Verhaftungen zu tun hat.

Tatsächlich hat Unister natürlich aufgrund des grundgesetzlich verbrieften Rechts zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser auf Informationsfreiheit keinen Anspruch auf die Löschung. Aber die Anwaltaktion ist ja auch nicht die erste und die einzige der Kanzlei. Wir haben bereits öfter ähnliche Briefe bekommen. Stets mit demselben Ansinnen: Die unliebsame Berichterstattung aus dem Netz zu verbannen.

Wir dürfen vermuten, dass wir nicht die einzigen sind, die solche Briefe bekommen. Und ganz oft werden Blogger und Verlage einfach ihre Unister-Beiträge löschen - immerhin stehen fünfstellige Streitwerte im Raum. So kann man (mit genügend Geld im Rücken) sein SERPs Stück für Stück um missliebige Suchtreffer reinigen...

Konstantin Korosides (Bild: Netzwelt)
Bild: Netzwelt
Konstantin Korosides

Unister-Sprecher Konstantin Korosides 'Konstantin Korosides' in Expertenprofilen nachschlagen hat in einer Stellungnahme gegenüber iBusiness argumentiert: ""Wir möchten definitiv keine Medien mundtot machen. Uns geht es aber darum dass wir schon erwarten dürfen, dass fachlich und sachlich richtig berichtet wird. Wir werden künftig allerdings noch stärker im persönlichen Gespräch mit den Medien versuchen, Falschdarstellungen auszuräumen. Grundsätzlich schätzen wir iBusiness als ein vorbildlich recherchiertes und ausgewogenes Fachmagazin."

(Autor: Joachim Graf )

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In diesem Beitrag genannt:

Personen: Konstantin Korosides
Firmen und Sites: artikel5.de unister.de
Tags: recht tourismus SEO
Ramona Hapke Von: Ramona Hapke Expertenprofil , Hapke Media Relation Browser Zu: Warum Unister-Anwälte versuchen, iBusiness mundtot zu machen 26.03.2013
Wenn jemand sein journalistisches Handwerk versteht, dann ist es Joachim Graf. Ich durfte von ihm lernen und bin dankbar dafür. Einer seiner Grundsätze (und auch Pflicht eines Journalisten) ist "genaues Hinschauen", gründliche Recherche. Wenn dabei etwas herauskommt, das jmd. nicht passt, ... den Rest kennen wir.
Aus meiner Blogerfahrung erlebe ich auch immer wieder "kleine Erhebungen". Es ist an Unister, solche zu ebnen. Man kann natürlich auch noch draufschaufeln ;)
Joachim Graf Von: Joachim Graf Expertenprofil , HighText Verlag Relation Browser Zu: Warum Unister-Anwälte versuchen, iBusiness mundtot zu machen 26.03.2013
(like) :-)
kein Bild hochgeladen Von: Wolf-Dieter Roth, Redaktionsbüro Relation Browser Zu: Warum Unister-Anwälte versuchen, iBusiness mundtot zu machen 27.03.2013
Dem kann ich mich nur anschließen! Es gibt viele, die behaupten, fairen Journalismus, auch mit alternativen Sichtweisen zu machen.

Die TAZ ist bei mir da seit dem Hetzartikel "Weltempfänger, Geldempfänger" gegen einen Kollegen etwas unglaubwürdig geworden, von Telepolis will ich erst gar nicht reden.

Joachim Graf hat es geschafft, immer aufrecht zu bleiben, auch wenn vielleicht mal ein Kollege weniger glücklich war, weil unsauber arbeitende Unternehmen ihm mehr zahlen konnten.

In Sachen Unister braucht es allerdings gar keine solchen Statements - das Unternehmen spricht selbst für bzw. gegen sich. Alleine die nicht enden wollenden täglichen Müll-Werbemails disqualifizieren es - und diese Berichterstattung, um die es hier geht, beruht ja nunmal auf öffentlich bekannten Vorfällen. Was will man da verhindern? So bringt man sich nur selbst ins Abseits.
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