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Web 2.0 wird im Geschäftsalltag immer mehr zum Sicherheitsrisiko
18.07.2008 Scoial Networks werden für Unternehmen zunehmend ein Sicherheitsrisiko. Einige Mitarbeiter nutzen das Web 2.0 auch im Geschäftsalltag zu sorglos und öffnen Cyber-Kriminellen damit Tür und Tor zu zum Teil vertraulichen Unternehmensinformationen.
Die Gründe für die zunehmende Unsicherheit für Unternehmen liegen im Wesentlichen in zwei Aspekten begründet:
- Nutzer geben beispielsweise in Social Networks in der Regel viele persönliche Daten preis. Daher seien diese Seiten "wahre Fundgruben für Spammer", sagt Katrin Alberts vom BSI in Bonn. Die dort stehenden Informationen werden zunehmend für personalisierte Phishing-Angriffe ausgenutzt. Vor allem Business-Netzwerke würden immer wieder dazu genutzt Mitarbeiter gezielt auf verwertbare Unternehmensinformationen anzusprechen.
- Die verhältnismäßig offene Programmierstruktur der meisten Web-2.0-Anwendungen mache den Klau von Identitäten und Passwörtern sowie die Übertragung von Viren leicht. Allein im Januar 2008 wurden nach Auswertungen von Micro Trend über 1,5 Millionen Angriffe auf Web 2.0-basierte Internet-Anwendungen registriert. Trotzdem besuchen 13 Prozent der befragten deutschen Arbeitnehmer soziale Netzwerke von ihrem Arbeitsplatz aus. Ins Visier der Cyber-Kriminelle geraten zunehmend Nutzer aus den Führungsetagen. Die Kriminellen hätten es vor allem auf Bankkonten, Anmeldedaten oder den gesamten E-Mail-Adressenbestand eines Unternehmens abgesehen, weiß Raimund Genes von Trend Micro.
Grund zur Besorgnis gibt vor allem eine Zahl: 64 Prozent der deutschen Nutzer gaben an, sensible Dokumente schon einmal über Webmailer oder Social Networks verwendet zu haben. Können Anhänge in aus- und eingehenden E-Mails vom System-Administrator eines Unternehmens noch vergleichsweise einfach geblockt werden, seien Links mit schadhaften Inhalten "scheinbar harmlos in die Webseiten sozialer Netzwerke integriert", erklärt Genes.
