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Mittelstand hat Nachholbedarf bei der Weiterbildung für Industrie 4.0

22.04.2016 Die digitale Kluft zwischen großen und kleineren Betrieben droht zu groß zu werden. Insbesondere der Mittelstand sollte deshalb seine Belegschaften für den Schritt in die Industrie 4.0 weiterbilden. Zu diesem Fazit kommt die Acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften   auf Basis einer Umfrage unter 345 deutschen Unternehmen.

 (Bild: Foto-RaBe/Pixabay)
Bild: Foto-RaBe/Pixabay
Die meisten der befragten Unternehmen sehen zwar Industrie 4.0 als Chance, haben sie aber bislang selten in ihren Betrieben etabliert. Lediglich 9,7 Prozent verfügen über eine voll digitalisierte Produktion. Des Weiteren zeigt die Umfrage, dass insbesondere kleinere Unternehmen ihren Belegschaften selten spezifische Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Industrie 4.0 anbieten: Jedes dritte große Unternehmen, aber nur jedes sechste mittelständische Unternehmen bietet spezifische Aus- und Weiterbildungsprogramme zur Industrie 4.0 an.

60 Prozent der befragten Unternehmen wollen die Datenauswertung und -analyse stärken und knapp 54 Prozent das Prozessmanagement verbessern. Fortbildungen müssen also insbesondere diese Kompetenzen stärken. Ebenso sehen die befragten Unternehmen interdisziplinäres Denken und Handeln als unverzichtbares Rüstzeug für das digitale Zeitalter. Bereichsübergreifendes Prozess-Knowhow und Führungskompetenzen sind ebenfalls zentrale Fortbildungsthemen. Obwohl gerade Online-Tools neue Inhalte rasch und kostengünstig zugänglich machen, nutzen nur knapp 37 Prozent der großen und 18 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen ELearning-Programme, Wikis oder Online-Kurse.
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