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Liveshopping: Schaffen werden es nur Wenige

11.11.2008 Schutzgeld.de, Schnellig und Autobild/Sportbild. Das sind die eingestellten Liveshopping-Dienste der jüngsten Zeit. Dies bedeutet nicht den Untergang eines ganzen Geschäftsmodells, zeigt aber einen sich klar entwickelnden Trend auf.

 (Bild: Fotoatelier Koch)
Bild: Fotoatelier Koch
Ist Peter Faisst von Schutzgeld.de ein schlechter Verlierer oder hat er erkannt, wovor die anderen Marktteilnehmer noch ihre Augen verschließen und das unausweichliche Ende ihres Geschäftsmodells nicht wahrhaben wollen? Weder noch. Faisst hat aus seiner Sicht Recht und seine Entscheidung ist folgerichtig.

Momentan ist der Markt für Liveshopping von seinen Nutzerzahlen her in der Tat noch begrenzt. Das hat vor allem damit zu tun, dass es den Diensten an Bekanntheit fehlt. Dabei geht es weniger um Markenbekanntheit, sondern vielmehr um das Unwissen bei den Nutzern über das Geschäftsmodell. Der gescheiterte Versuch, einen Liveshoppping-Dienst bei Auto- und Sportbild ans Laufen zu bekommen, zeigt dies. Denn beide Onlinetitel verfügen nachweislich über eine immense Reichweite und Markenbekanntheit im Netz. Hinzu kommt, dass die beiden Bildtitel beim Nutzer über keine E-Commerce-Kompetenz verfügen. Es sind Verlagsprodukte und keine Waren eines Händlers.

Ändern wird sich diese Situation, wenn die klassischen Katalog- und Onlineversender verstärkt in das Liveshopping einsteigen. Sie haben die Produkte, das Marketing-Know-how und auch genug logistische Ressourcen. Und: Der Kunde vertraut ihnen in Sachen E-Commerce, er kennt "seinen" Shop. Also wird der Schritt sich auch an Liveshopping-Aktionen zu beteiligen sicherlich eine kleinere Hürde sein, als bei einem Anbieter, der in der breiten Masse unbekannt ist. Die jetzt am Markt etablierten Firstmover wie Preisbock, Guut.de oder Ibood werden sicherlich auch weiterhin eine reelle Chance haben zu überleben. Aber für Neueinsteiger wird der Markt zunehmend stürmischer werden.

In der Liveshopping-Szene wird der Verlust durchgehend betrauert. Und auch das zu Recht. Denn Schutzgeld hat über zwei Jahre lang dazu beigetragen, das Woot-Konzept witzig und modern nach Deutschland zu bringen.
Thema:

Schutzgeld.de: Liveshopping hat keine Marktchancen

Nach zwei Jahren streicht der Liveshopping-Anbieter Schutzgeld.de seine Segel. Der Markt habe zu geringes Wachstumspotenzial, um mit diesem Geschäftsmodell langfristig erfolgreich sein zu können. Die Aussage eines schlechten Verlierers oder eine treffende Marktanalyse?

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 (Bild: Paul-Georg Meister/Pixelio.de)
Bild: Paul-Georg Meister/PIXELIO.de

Kommentar von Olaf Groß

Liveshopping: Schaffen werden es nur Wenige

Schutzgeld.de, Schnellig und Autobild/Sportbild. Das sind die eingestellten Liveshopping-Dienste der jüngsten Zeit. Dies bedeutet nicht den Untergang eines ganzen Geschäftsmodells, zeigt aber einen sich klar entwickelnden Trend auf.

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 (Fotoatelier Koch)
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