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Nielsen-Insight

Werbemarkt verliert leicht an Tempo, aber Online und OOH wachsen im Jahresvergleich

21.05.2026 Der deutsche Werbemarkt bleibt im April 2026 trotz schwächerer Dynamik auf hohem Niveau. Nach dem starken März sinken die Bruttoinvestitionen laut Nielsen Werbetrend auf 2,75 Milliarden Euro.

 (Bild: Wall)
Bild: Wall
Laut aktuellem Nielsen Werbetrend   sind die Werbeinvestitionen im April insgesamt auf hohem Niveau geblieben, auch wenn sich die Dynamik im Vergleich zum Vormonat leicht abgeschwächt hat: Das Gesamtmarktvolumen liegt im April bei 2,75 Milliarden Euro, nach 3,00 Milliarden Euro im März.

Fernsehen bleibt mit 1,23 Milliarden Euro der investitionsstärkste Kanal, liegt jedoch unter dem März-Wert von 1,33 Milliarden Euro. Online-Werbung kommt im April auf 437 Millionen Euro nach 512 Millionen Euro im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr wächst der Kanal dennoch um 9,1 Prozent.

Online und Außenwerbung wachsen im Jahresvergleich

Besonders relevant für Marketer ist die Entwicklung der digitalen und sichtbarkeitsstarken Kanäle. Out-of-Home erzielt im April 281,523 Millionen Euro nach 316,810 Millionen Euro im März und wächst im Jahresvergleich um 9,5 Prozent. Kino kommt auf 9,045 Millionen Euro und liegt damit leicht unter März, aber 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Print entwickelt sich im Monatsvergleich rückläufig: Zeitungen erreichen im April 463,240 Millionen Euro, Publikumszeitschriften 176,122 Millionen Euro. Radio verzeichnet 156,229 Millionen Euro und liegt damit ebenfalls unter dem März-Wert von 177,945 Millionen Euro.

Marktbeobachtung bleibt entscheidend

"Nach der starken Entwicklung im März zeigt sich der Werbemarkt im April weiterhin stabil auf hohem Niveau", ordnet Andreas Meffert , Market Commercial Leader bei Nielsen, die Zahlen ein. Das Wachstum bei Online-Werbung bestätige die Bedeutung digitaler Kanäle, zugleich falle die positive Entwicklung von Out-of-Home auf.

Für Werbungtreibende bleibt damit die strategische Gewichtung der Kanäle zentral. Der April zeigt: Die Budgets normalisieren sich nach dem starken März, aber digitale Werbung und Außenwerbung behaupten ihre Relevanz im Mediamix.
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