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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Werbemarkt: Online stabil, Print schwächelt, Out-of-Home bricht ein
23.09.2025 Der aktuelle Werbetrend von Nielsen zeigt: Während Fernsehen und Online vergleichsweise stabil bleiben, verlieren klassische Printtitel und Out-of-Home deutlich. Wachstumstreiber sind Handel und Lebensmitteleinzelhandel, die ihre Budgets kräftig ausweiten.
Mediengattungen im Überblick
- Fernsehen bleibt mit Bruttowerbeinvestitionen von 1,02 Milliarden Euro die stärkste Gattung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das zwar ein Minus von 9,8 Prozent, dennoch zeigt sich TV im August als stabile Größe mit unverändert hoher Reichweite.
- Zeitungen verlieren weiterhin deutlich: Mit 430 Millionen Euro lagen die Ausgaben im August 5,7 Prozent unter dem Vorjahr. Gegenüber Juli (444 Millionen Euro) zeigt sich ebenfalls ein Rückgang.
- Online verliert mit Ausgabe in Höhe von 334,6 Millionen Euro leicht gegenüber zum Vormonat, legt aber leicht im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent zu - und bleibt eine der stabilsten Mediengattung.
- Out-of-Home (OOH) nimmt ab: Mit 224 Millionen Euro lagen die Ausgaben 12 Prozent unter dem Vorjahr - und auch im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten (Juli: 276 Millionen Euro, Juni: 334 Millionen Euro) ist hier ein Rückgang zu spüren.
- Publikumszeitschriften lagen im August 2025 bei rund 160 Millionen Euro und damit auch um 2,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresmonat.
- Print verliert weiter an Relevanz: Zeitungen und Zeitschriften kamen zusammen nur noch auf 591 Millionen Euro, was einem Rückgang um 4,8 Prozent zum Vorjahr entspricht; auch die Anzeigenzahl sank deutlich.
Branchen im Fokus
- Handel zeigt sich weiterhin als Wachstumsmotor: Mit Werbeinvestitionen von 2,64 Milliarden Euro legte die Branche um 10,5 Prozent zu. Besonders deutlich wird damit der Stellenwert von Werbung in einem umkämpften Marktumfeld.
- Lebensmitteleinzelhandel setzte ebenfalls seinen Aufwärtstrend fort und investierte 1,47 Milliarden Euro, was einem Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Die Budgets unterstreichen den massiven Wettbewerbsdruck in dieser Branche.
- In Marketing & Werbung wird stark investiert mit 187 Millionen Euro sowohl im Vergleich zum Juli 2025 als auch zum Vorjahresmonat gibt es hier ein deutliches Plus - zum Vorjahresmonat liegt der Anstieg bei soliden 40 Prozent.
