Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

"Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

03.09.2008 Der neue Google-Browser Chrome wird ein Erfolg. Leiden darunter werden sowohl Yahoo, also auch Microsoft und Apple. Aber letztlich das gesamte Ökosystem des Webs: Mit teilweise harschen Worten haben die deutsche Internet-Profis den neuesten Coup der Suchmaschinenkrake kommentiert. Denn Google zielt vor allem auf den Business-Markt, um seine Strategie des Web-2.0-Betriebssystems voranzutreiben.

 (Bild: SXC.hu/Benjamin Earwicker)
Bild: SXC.hu/Benjamin Earwicker
Google glänzt zum Monatsanfang durch seinen überraschenden Coup in den Nachrichten. Derzeit soll der Browser nur in der Beta-Version für Windows zu haben sein, kündigte Google an. Auch an einer Versionen für Linux und Mac soll "hart" gearbeitet werden, was garantiert bei Apple   keine Freude hervorruft. Apple ist mit seinem eigenen Browser Safari aktiv.

Die 'No evil'-Company Google setzt sehr auf den Browser, der ein erster Baustein zu einem Web-2.0-Betriebssystem ist. iBusiness befragte Experten zu den Auswirkungen des neuen Browsers.

Mit 'Chrome' habe Google bestimmt den Markt überrascht, meint etwa Jörg Dennis Krüger , Senior Web Optimization Consultant bei Trakken Web Service   gegenüber iBusiness. "Dahinter liegen meiner Meinung nach aber wie so oft bei Google nur sekundär kommerzielle Absichten. Der Thinktank Google will der Branche - und damit insbesondere Microsoft, aber auch den Machern von Firefox - zeigen, wie man es besser machen kann", so Krügers Einschätzung. "Chrome ist so praktisch ein Proof Of Concept für eine neue Browser-Generation. Das Google dies als Open Source herausbringt, zeigt um so mehr, dass man damit nicht selbst den Markt dominieren will, sondern einfach das Web an sich - die Lebensgrundlage für alles, was Google anbietet - besser machen möchte", so Krüger. Google habe in den letzten Jahren viele Bereiche vollkommen umgekrempelt und das gesamte Web verändert.

 (Bild: Google)
Bild: Google

Wie groß die Macht der Veränderung eingeschätzt wird, zeigt die Kriegsmetapher, die sich durch viele Medien zieht. Kommentatoren sehen den 'Kampf der Giganten', wie etwa Axel Postinett in seinem Handelsblatt-Kommentar  . Sein Fazit: "Erst fällt Yahoo, dann Microsoft."

"Google greift nicht nur Microsoft an, sondern möglicherweise das gesamte Ökosystem des Web, in dem Firefox (Get back the Web) ja eine ganz konstruktive Rolle gespielt hat", sagt Willi Schroll gegenüber iBusiness. Schroll, Senior Foresight Consultant bei der Beratungsfirma Z_punkt - The Foresight Company   ist nicht der einzige Skeptiker.

 (Bild: Gerald Reischl)
Bild: Gerald Reischl

Die meisten sehen in Googles neuem Betriebssystem eine Gefahr - etwa für Firefox - und Microsoft: "Ich bin überzeugt, dass Chrome bei den Internet-Nutzern gut ankommen wird und vor allem Microsoft Marktanteile verlieren wird", sagt Gerald Reischl . Der Autor des Buchs 'Die Google Falle'   traut Google eine gute Marktdurchdringung mit seinem neuen Browser zu. "Ich schätze, dass Google Chrome mindestens 20 Prozent Marktanteil schafft, wenn nicht sogar mehr", so Reischl gegenüber iBusiness. Download- und tatsächliche Nutzungsrate müsste man allerdings noch analysieren, so Reischl.

Ganz klar hält Gerald Reischl Chrome für den Vorläufer eines 'echten' Betriebssystems: "Wenn man sich die Screenshots und Scribbles beziehungsweise das Comic ansieht, wird Chrome nicht nur ein Browser, sondern das echte Portal für die Web-2.0-Generation - vermutlich auch perfekt auf Android-Phones abgestimmt", so Journalist und Autor Reischl. "Vorgestern Suche, gestern Google-Mail, heute Browser, morgen Betriebssystem - ich bin überzeugt, dass Google auch an einem eigenen Betriebssystem arbeitet, auch wenn es immer und immer wieder dementiert wird. Auch ein eigener Google-Browser wurde stets dementiert, jetzt ist er da", so Reischl.

Der Österreicher nimmt kein Blatt vor den Mund, was er von Googles Strategie hält. Google habe, so Reischl, "das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren. Chrome ist der nächste Schritt, ist der nächste Puzzlestein in Googles Vorhaben, das Web zu kontrollieren. Durch Chrome ist es möglich, noch genauere User-Statistiken zu erhalten und noch exaktere User-Profile zu generieren, da das Surfverhalten ja mitprotokolliert wird. Ich finde, dass Chrome ein weiterer Schritt in Richtung Big Brother Google ist. Jene, die sich heute freuen, dass Google Microsoft eines ausgewischt hat, werden sich in einigen Jahren darüber ärgern, dass wir Google so dominant und mächtig haben werden lassen", sagt Reischl. Mit jedem neuen Service nehme Googles Macht zu. "Google wird immer mehr zur unkontrollierten Weltmacht; die sich nicht in die Karten schauen lässt."

Google hat dabei noch einiges vor. Dabei werden vor allem Businesskunden im Visier von Chrome sein.

 (Bild: Accenture)
Bild: Accenture

"Google macht einen wichtigen Schritt in Richtung Cloud Computing", sagt Ralf Kaumanns Senior Manager im Bereich Media und Entertainment bei Accenture  . Dem Unternehmen gehe es darum, seine Standards im Markt zu etablieren. "Im Browsermarkt wird zunächst wahrscheinlich nicht der Internet Explorer an Marktanteilen verlieren. Zuerst werden technikaffine Firefox-Nutzer auf Chrome umsatteln", ist Kaumanns überzeugt, der sich zusammen mit Veit Siegenheim auch als Buchautor mit Google beschäftigt hat ('Die Google-Ökonomie').

"Mittelfristig wird Chrome aber ein Browser sein, der vor allem auf Firmenkunden zielt. Das ist die Hauptstoßrichtung, die zu Googles Strategie passt. Mit Apps baut Google auf die Expansion in Web-Applikationen, mit Android forciert Google die Etablierung eines Betriebssystems für Endgeräte - derzeit mit dem Fokus auf mobile Geräte. Es fehlte nur noch ein entsprechender Browser", sagt Kaumanns gegenüber iBusiness. Dabei werde Google wie bisher auf strategische Partnerschaften setzen. "Zusammen mit einem Computerhersteller könnte man dann beispielsweise Chrome massenhaft vorinstallieren. Ein heißer Kandidat für eine solche Partnerschaft mit Google wäre beispielsweise Dell. Der Hersteller hat zum einen bereits mit Google im Bereich der Google-Toolbar kooperiert und ist andererseits ein Lieferant für viele Firmenkunden - also die eigentliche Zielgruppe des neuen Browsers", so Ralf Kaumanns.

Auch das Stichwort Open Source widerspreche dem nicht. Denn OS-Lösung könne Google sehr wohl mit Patenten absichern. Kaumanns ist überzeugt: "Zunächst gab es IBM-kompatible Geräte, dann Microsoft-Standards wie Windows und Office - nun versucht Google eine entsprechende Marktmacht zu etablieren und die Regeln des Marktes zu seinen Gunsten zu verändern."

Thema: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

Kommentar von Thomas Kletschke

Google freut sich - Microsoft unter Druck

Wie groß Googles Marktanteil durch den neuen Browser werden wird, ist schwer einzuschätzen. Microsoft allerdings gerät immer mehr unter Druck.

Weiterlesen
 (Foto Studio 54)
Bild: Foto Studio 54
Neuer Kommentar  Kommentare:
Joel Griffin
Von: Joel Griffin ,  https://essaysnassignments.co.uk/assignment-service/
Am: 03.09.2008

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

Von den ganzen Experten hier hat nur einer den wahren Grund für die Existenz von Chrom erwähnt: dieser Browser ist ein Datensammeltool!!! Alle anderen Punkte sind nicht falsch, aber nicht die ursprüngliche Intension von Google. Google strebt nicht primär die Marktmacht bei den Webbrowsern an - das ist nur das Mittel zum Zweck, sondern bei der Informationsgewinnung. Denn von nun an wird Google über jeden Webseitenbesuch informiert und diese Informationen sind es die Google will um seine anderen Dienste zu verbessern, und um dann damit (zB. mit Adwords) noch mehr Geld zu verdienen!
Horst D. Deckert

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

"Das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren" wäre ein völlig absurdes, ein dilettantisches Ziel. Warum soll Google aus dem Surfverhalten keine User-Statistiken erstellen, keine exakteren User-Profile generieren? Jede gute Firma betreibt Marktforschung.

Mit maßgeschneiderten, nicht vergleichbaren Angeboten lässt sich besser leben, als mit einem "Bauchladen".

Von einem Big Brother Google müssen wir keine Angst haben, von Schäuble & Co. oder den Honecker-Nachfolgern schon eher. Im übrigen glaube ich, dass es Google auch nicht darum geht, einem anderen Unternehmen eins auszuwischen.

Ich begrüße es, wenn es bessere und profitablere Lösungen gibt. Google denkt zuerst an den "Profit" des Kunden. Der eigene Gewinn ergibt sich dann automatisch, wie man sieht. Das entspricht der 5x5 Kunden-Profit-Strategie. Und was Google kann, das kann jeder andere auch auf seinem Gebiet erreichen.

Vielleicht denken die Software-Abzocker jetzt langsam um? Mehr "Kunden-Profit" bringt mehr Anziehungskraft, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Horst D. Deckert

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

"Das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren" wäre ein völlig absurdes, ein dilettantisches Ziel. Warum soll Google aus dem Surfverhalten keine User-Statistiken erstellen, keine exakteren User-Profile generieren? Jede gute Firma betreibt Marktforschung.

Mit maßgeschneiderten, nicht vergleichbaren Angeboten lässt sich besser leben, als mit einem "Bauchladen".

Von einem Big Brother Google müssen wir keine Angst haben, von Schäuble & Co. oder den Honecker-Nachfolgern schon eher. Im übrigen glaube ich, dass es Google auch nicht darum geht, einem anderen Unternehmen eins auszuwischen.

Ich begrüße es, wenn es bessere und profitablere Lösungen gibt. Google denkt zuerst an den "Profit" des Kunden. Der eigene Gewinn ergibt sich dann automatisch, wie man sieht. Das entspricht der 5x5 Kunden-Profit-Strategie. Und was Google kann, das kann jeder andere auch auf seinem Gebiet erreichen.

Vielleicht denken die Software-Abzocker jetzt langsam um? Mehr "Kunden-Profit" bringt mehr Anziehungskraft, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Horst D. Deckert

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

"Das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren" wäre ein völlig absurdes, ein dilettantisches Ziel. Warum soll Google aus dem Surfverhalten keine User-Statistiken erstellen, keine exakteren User-Profile generieren? Jede gute Firma betreibt Marktforschung.

Mit maßgeschneiderten, nicht vergleichbaren Angeboten lässt sich besser leben, als mit einem "Bauchladen".

Von einem Big Brother Google müssen wir keine Angst haben, von Schäuble & Co. oder den Honecker-Nachfolgern schon eher. Im übrigen glaube ich, dass es Google auch nicht darum geht, einem anderen Unternehmen eins auszuwischen.

Ich begrüße es, wenn es bessere und profitablere Lösungen gibt. Google denkt zuerst an den "Profit" des Kunden. Der eigene Gewinn ergibt sich dann automatisch, wie man sieht. Das entspricht der 5x5 Kunden-Profit-Strategie. Und was Google kann, das kann jeder andere auch auf seinem Gebiet erreichen.

Vielleicht denken die Software-Abzocker jetzt langsam um? Mehr "Kunden-Profit" bringt mehr Anziehungskraft, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Horst D. Deckert

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

"Das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren" wäre ein völlig absurdes, ein dilettantisches Ziel. Warum soll Google aus dem Surfverhalten keine User-Statistiken erstellen, keine exakteren User-Profile generieren? Jede gute Firma betreibt Marktforschung.

Mit maßgeschneiderten, nicht vergleichbaren Angeboten lässt sich besser leben, als mit einem "Bauchladen".

Von einem Big Brother Google müssen wir keine Angst haben, von Schäuble & Co. oder den Honecker-Nachfolgern schon eher. Im übrigen glaube ich, dass es Google auch nicht darum geht, einem anderen Unternehmen eins auszuwischen.

Ich begrüße es, wenn es bessere und profitablere Lösungen gibt. Google denkt zuerst an den "Profit" des Kunden. Der eigene Gewinn ergibt sich dann automatisch, wie man sieht. Das entspricht der 5x5 Kunden-Profit-Strategie. Und was Google kann, das kann jeder andere auch auf seinem Gebiet erreichen.

Vielleicht denken die Software-Abzocker jetzt langsam um? Mehr "Kunden-Profit" bringt mehr Anziehungskraft, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Horst D. Deckert

Zu: "Google greift das ganze Web-Ökosystem an"

"Das Ziel, das Internet und alles was damit zusammen hängt, zu dominieren und zu kontrollieren" wäre ein völlig absurdes, ein dilettantisches Ziel. Warum soll Google aus dem Surfverhalten keine User-Statistiken erstellen, keine exakteren User-Profile generieren? Jede gute Firma betreibt Marktforschung.

Mit maßgeschneiderten, nicht vergleichbaren Angeboten lässt sich besser leben, als mit einem "Bauchladen".

Von einem Big Brother Google müssen wir keine Angst haben, von Schäuble & Co. oder den Honecker-Nachfolgern schon eher. Im übrigen glaube ich, dass es Google auch nicht darum geht, einem anderen Unternehmen eins auszuwischen.

Ich begrüße es, wenn es bessere und profitablere Lösungen gibt. Google denkt zuerst an den "Profit" des Kunden. Der eigene Gewinn ergibt sich dann automatisch, wie man sieht. Das entspricht der 5x5 Kunden-Profit-Strategie. Und was Google kann, das kann jeder andere auch auf seinem Gebiet erreichen.

Vielleicht denken die Software-Abzocker jetzt langsam um? Mehr "Kunden-Profit" bringt mehr Anziehungskraft, mehr Umsatz, mehr Gewinn.
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: