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EHealth-Markt: Für welche Anwendungen die Nutzer offen sind - und sogar zahlen würden

09.05.2019 Jeder Zweite (46 Prozent) glaubt, dass zumindest Teile der medizinischen Versorgung künftig digital stattfinden werden, um die Kosten des Gesundheitssystems aufzufangen.

 (Bild: Unsplash/Pixabay)
Bild: Unsplash/Pixabay
Das zeigt eine repräsentative Studie mit 1.005 Befragten ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Gleichzeitig sind die Deutschen offen: Zwei von drei Smartphone-Besitzern (65 Prozent) verwenden etwa bereits Gesundheits-Apps. Am beliebtesten sind Apps, die über Gesundheits-, Fitness-, Gewichts- oder Ernährungsthemen informieren, die bereits 25 Prozent nutzen. Weitere 26 Prozent können sich dies vorstellen. Ähnlich stark genutzt werden aber auch Apps, die Körper- und Fitnessdaten wie zum Beispiel Herzfrequenz, Blutdruck oder gegangene Schritte aufzeichnen (24 Prozent). Gut jeder Sechste nutzt außerdem Workout-Apps mit entsprechenden Anleitungen für Übungen zu Hause oder unterwegs (17 Prozent) sowie Apps, die auf Grundlage von aufgezeichneten Vitaldaten Ratschläge geben (15 Prozent).

Jeder Zweite (53 Prozent) gibt etwa an, sein Training durch die Nutzung optimiert zu haben. Beinahe ebenso viele Befragte sagen, dass sie sich dank Gesundheits-Apps mehr bewegen (46 Prozent) und besser über ihren Körper und Gesundheitszustand Bescheid wissen (44 Prozent). Jeder Dritte (34 Prozent) gibt an, sich dadurch gesünder zu ernähren.
Vor allem Info- und Trackingapps werden breit genutzt (jeder Vierte verwendet eine) - auch die Aufgeschlossenheit bei Nichtnutzern ist hier hoch.
Vor allem Info- und Trackingapps werden breit genutzt (jeder Vierte verwendet eine) - auch die Aufgeschlossenheit bei Nichtnutzern ist hier hoch. (Grafik: Bitkom)

Zwei Drittel der Bundesbürger würden die E-Akte nutzen (65 Prozent), ebenso viele (63 Prozent) das E-Rezept. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei den 16- bis 29-Jährigen mit 74 Prozent und bei den 30- bis 49-Jährigen mit 70 Prozent. Aber auch in der Altersgruppe 65 plus würden sechs von zehn Befragten (60 Prozent) auf die Elektronische Patientenakte zugreifen. Die Befürworter zählen dabei nicht nur auf Standardfunktionen wie die Behandlungshistorie (87 Prozent), sie wünschen sich auch (98 Prozent) einen integrierten digitalen Impfpass, 91 Prozent haben Interesse an einem digitalen Medikationsplan mit automatischem Wechselwirkungscheck. Auch ein Modul zur Integration der Daten aus Apps oder medizinischen Geräten wie einem Blutdruckmessgerät (80 Prozent) sowie ein Vorsorgeplaner (70 Prozent) sind beliebt.

61 Prozent wollen, dass die Datenhoheit beim Patienten liegt, weitere 59 Prozent verlangen ein Höchstmaß an Datenschutz und Datensicherheit. Für 45 Prozent sind außerdem eine strukturierte Darstellung und für ein Drittel (34 Prozent) ein mobiler Zugang wichtig.

Wenig überraschend haben die jüngsten Befragten die wenigsten Vorbehalte gegenüber der E-Akte.
Wenig überraschend haben die jüngsten Befragten die wenigsten Vorbehalte gegenüber der E-Akte. (Grafik: bitkom)

Auch die Telemedizin kann zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen und vor allem Jüngere sind offen für solche neuen Möglichkeiten. Jeder Vierte (24 Prozent) würde für einen schnellen ärztlichen Rat per App sogar extra zahlen, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es bereits 35 Prozent. Ähnlich viele Befragte (23 Prozent) würden Routinefragen durch ärztliche Online-Services aus dem Ausland abklären lassen, wenn sie dadurch Geld sparen könnten. Bei den Jüngeren sind es 28 Prozent. Jeder Siebte (15 Prozent) wäre sogar bereit, für 250 Euro ein Jahres-Abonnement abzuschließen, um sich jederzeit online Rat von Medizinern einholen zu können.
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