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Newsportale: Paid Content kommt zurück

22.06.2009 In schlechten Zeiten besinnen sich die Menschen gerne auf alte Traditionen. Um ihre Umsatzlücken aus dem Anzeigengeschäft zu füllen, überlegt die Schweizer Tageszeitung NZZ ihr Onlineangebot in Teilen wieder kostenpflichtig zu machen.

 (Bild: SXC.hu/Fernando Mengoni)
Bild: SXC.hu/Fernando Mengoni
Auch die Neue Züricher Zeitung   (NZZ) leidet unter massiven Werbeeinbrüchen. Jetzt sollen die Online-Leser der renommierten Tageszeitung für Teile des Web-Contents zur Kasse gebeten werden, hat Albert P. Stäheli , CEO der NZZ-Gruppe, in einem Interview mit der Schweizer Handelszeitung   angekündigt.

Die NZZ habe im Vergleich zum Vorjahr rund 30 Prozent seiner Werbeeinnahmen eingebüßt. Dieses Manko müsse nun ausgeglichen werden. "Es gibt eine interessante Regel im Online-Geschäft: Je weniger Leute an einem bestimmten Inhalt interessiert sind, umso mehr sind sie bereit, dafür zu bezahlen. Damit ist auch klar, dass die allgemeinen News im Internet gratis bleiben werden. Bei Finanzdienstleistungen, spezifischen Wirtschaftsthemen und Kommentaren von exzellenten Autoren ist eine Veränderung aber denkbar", so Stäheli weiter.

Für viele deutsche Medienhäuser sind Paid-Content-Strategien im News-Segment kein gangbarer Weg mehr. Wie iBusiness berichtete, hatten erst zum Beginn des Jahres 2008 große Verlagshäuser, wie der Spiegel   oder Focus  , ihre Inhalte und Archive komplett kostenfrei verfügbar gemacht.
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