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Paid-Content: Springer will mit Premium-Inhalten Geld verdienen
23.06.2009 Kaum ein Medienunternehmen kann es sich im Web leisten seine Inhalte gegen Geld anzubieten. Dennoch setzt der Medienkonzern, Axel Springer, seine Hoffnungen auf Paid-Content. Wie realistisch die Pläne des Bild-Chefs sind, hat iBusiness wissen wollen.
Wie Döpfner in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires verriet, seien kostenlose Online-Inhalte allein "kein Geschäftsmodell mit Zukunft". "Ich bin davon überzeugt, dass Kunden innerhalb der nächsten fünf Jahre bereit sein werden, für qualitativ hochwertige Inhalte im Netz zu zahlen", so Döpfner weiter.
Dass Paid Content für Verlage und Medienhäuser durchaus ein interessantes Erlösmodell darstellen, kann, glaubt auch Nico Zorn , Partner bei der auf Online Business Development spezialisierten Unternehmensberatung Saphiron GmbH . Allerdings nur unter "bestimmten Bedingungen":
- In einigen Bereichen seien die Nutzer durchaus zahlungsbereit. So etwa bei Ratgeber-Inhalten und Verbraucher-Tipps. Das Paradebeispiel sei hier der Onlineauftritt der Zeitschrift Test , bei der die begehrten Produkttests nur gegen Zahlung abgerufen werden können. Weiterhin fänden auch Hörbuch-Downloads, eBooks sowie Weiterbildungsangebote die Akzeptanz beim Nutzer. "Für die täglichen Nachrichten und üblichen DPA-Meldungen gibt es keine Zahlungsbereitschaft", so Zorn im Gespräch mit iBusiness.
- Voraussetzung sei allerdings eine "intuitive Plattform, auf der die Inhalte konsumiert werden und ein einheitlicher, verlagsübergreifender Bezahlvorgang". Kaum ein Nutzer habe Lust, für die Abrechnung von Centbeträgen jedes Mal seine Kreditkarte eingeben zu müssen, erklärt Zorn weiter. "Viele Verlag haben ihr eigenes Abrechnungssystem aufgebaut". In Apples App Store dagegen, könne der Nutzer sämtliche Inhalte mit einem Klick erwerben. "Im Web werde ich stattdessen auf jeder Seite mit einem neuen Registrierungsformular verschreckt".
