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Nachfrage nach Hörbuch-Downloads steigt rapide
13.03.2008 Fast jeden Bestseller gibt es mittlerweile auch als Hörbuch-Version. Dabei verzichten immer mehr Buchhörer auf das haptische Erlebnis der CD und des Booklets und laden sich den Titel einfach im Internet herunter.
Am gesamten Download-Markt haben Hörbücher mittlerweile einen Anteil von vier Prozent. "Downloads sind momentan der einzig überzeigende Verkaufskanal für Hörbücher", beurteilt Claudia Paul , Verbandssprecherin im Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Marktentwicklung gegenüber iBusiness.
Der Boom beim Hörbuch-Download belege den Trend zu mehr mobilen Content auch in der Buchbranche. "Viele Nutzer überspielen sich ihre Downloaddatei direkt auf einen mobilen MP3-Player und haben damit ihre Hörbücher immer dabei", erklärt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg . Dies bestätigt auch der Börsenverein. In Japan erlebten E-Books zur Zeit einen Boom. "Immer mehr Japaner lesen Bücher und Zeitungen vermehrt über das Mobiltelefon", erklärt sie. Dies liege zum einen an einem anderen Nutzungsverhalten von Medien, zum anderen aber auch daran, dass "auf Grund japanischen Schriftzeichen einfach mehr Informationen auf dem Display des Handys dargestellt werden können", macht Paul die Unterschiede deutlich. Die E-Book-Blase sei nach anfänglicher Euphorie zwar geplatzt, aber das Thema "köchele bis jetzt auf kleiner Flamme" auch in Deutschland weiter, sagt Paul gegenüber iBusiness.
Für den Buchhandel und Verlage werden elektronische Produkte in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer mehr zu einem Umsatztreiber. Nach Ausweis der Studie Branchenbarometer Elektronisches Publizieren 2007 des Börsenvereins erwarten bis zum Jahr 2017 über die Hälfte (58 Prozent) der Verlage mehr als 15 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit elektronischen Produkten zu erzielen.
