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Web2.0-Werbung: Der Durchbruch wird verschoben

17.12.2008 Dank der globalen Rezession gehen die Marketing-Experten davon aus, dass die Werbeausgaben in Web2.0-Umfeldern im nächsten Jahr erst einmal zurückgefahren werden. Es handele sich aber nur um einen Aufschub.

 (Bild: R.Krause/Pixelio.de)
Bild: R.Krause/PIXELIO.de
Laut den Analysten des US-Marketing-Dienstes eMarketer   werden die Werbungtreibenden für Kampagnen im Web2.0 nur 1,3 Milliarden US-Dollar ausgeben, statt wie bisher prognostiziert 1,8 Milliarden Dollar. Schuld daran sei die weltweite Wirtschaftskrise. Besonders hart soll es die Social Networks treffen. Hier ist es mit zweistelligen Wachstumsraten bei den Werbeaufwendungen bis ins Jahr 2013 erstmal vorbei, glauben die Experten.

So prognostiziert der Dienst beispielsweise für MySpace   statt 755 Millionen Dollar nur noch eine Umsatzerwartung von 585 Millionen Dollar; Facebook   erziele statt 265 nur 210 Millionen Dollar Umsatz. Auch bei den künftigen Ausgaben für Werbung in Social Networks sieht es finster aus. Für dieses Jahr rechnen die Analysten noch mit einem Werbevolumen von 1,1 Milliarden Dollar. Das würde einem Anstieg von fast 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen. Doch schon im kommenden Jahr sollen die Werbeausgaben nur noch ein Wachstum von wenig mehr als zehn Prozent erbringen. Für das Jahr 2013 rechnen die Analysten mit Werbespendings in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro.

Kein Wunder also, dass die Denker und Lenker deutscher sozialer Netzwerke endlich den Durchbruch bei der Werbefinanzierung ihrer Angebote erreichen wollen. Wie iBusiness berichtete, hatte beispielsweise StudiVZ-Vorstand   Dr. Clemens Riedl angekündigt er werde "jetzt die Onlinewerbetechnologie in den Vordergrund stellen". Unter der Ägide seines seinem Vorgängers Marcus Riecke habe StudiVZ fälschlicherweise die Energie primär in den Aufbau der Reichweite und die Funktionalität der Software gesteckt, so Riedl weiter.
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