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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Studie sieht Deutsche offen für KI-Agenten von Marken
02.03.2026 So richtig scheinen die NutzerInnen noch nicht zu wissen, wozu sie Agentic Commerce brauchen, Studien indes attestieren ihnen grundsätzliche Offenheit.
43 Prozent der Befragten in Deutschland würden mit einem KI-Agenten einer Marke interagieren, wenn dieser angeboten wird, so eine Studie von Adobe mit Antworten von 7.000 KonsumentInnen und Führungskräften. 39 Prozent haben sich nach eigenen Angaben noch keine Gedanken über einen persönlichen KI-Agenten gemacht, während 25 Prozent solche Angebote grundsätzlich ablehnen. Damit signalisiert ein relevanter Teil der KundInnen Offenheit für KI-gestützte Markenerlebnisse - allerdings nicht um jeden Preis.
Vertrauen wichtiger als Effizienz
Die Studie sieht einen Wendepunkt in der Entwicklung von Agentic AI. Während Unternehmen KI-Erfolg häufig über Effizienz und Kosteneinsparungen definieren, bewerten KonsumentInnen entsprechende Erlebnisse vor allem nach Vertrauen, Transparenz und Bedürfnisorientierung. Hier entsteht laut Report eine wachsende Lücke zwischen Erwartungen und Prioritäten."KI ist über die Experimentierphase hinaus, aber viele Unternehmen stecken noch im schwierigen Übergang zwischen Erwartung und Umsetzung fest", sagt Rachel Thornton , CMO, Adobe Enterprise. Marken müssten jetzt Orchestrierung, Governance und Datenbasis so aufstellen, dass KI-Erlebnisse an jedem Touchpoint konsistent agieren könnten.
Für viele KundInnen bleibt zudem die Möglichkeit entscheidend, jederzeit zu einem Menschen wechseln zu können. In Deutschland sagen das 31 Prozent der Befragten. 33 Prozent würden eine Interaktion abbrechen, wenn sie feststellen, dass sie mit einer KI sprechen, obwohl sie einen Menschen erwartet haben. Gleichzeitig erkennen viele KonsumentInnen konkrete Vorteile: 49 Prozent geben an, dass KI-gesteuerte Erlebnisse ihnen oft oder immer Zeit sparen, 43 Prozent empfinden sie als bequem. 72 Prozent sind der Meinung, dass KI-Interaktionen weiterhin menschlich und nicht wie ein Roboter wirken sollten.
Für Händler besonders relevant: KI-gestützte Suche und Discovery gewinnen an Bedeutung. 23 Prozent der KonsumentInnen in Deutschland nutzen KI-basierte Plattformen bereits als primäres Recherche-Tool - noch vor Markenwebsites oder Bewertungen. 39 Prozent greifen zumindest gelegentlich primär auf KI-Assistenten als Informationsquelle zurück. Das könnte das Recherche- und Kaufverhalten nachhaltig verändern.
Datenprobleme bremsen die Skalierung
Auf Unternehmensseite zeigt sich jedoch erheblicher Umsetzungsdruck. 77 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland nennen Datenintegration und Datenqualität als größte Hürden für die Skalierung von Agentic AI. Nur 13 Prozent haben entsprechende Systeme unternehmensweit im Kundensupport implementiert, 14 Prozent für Markenauffindung und Suche.Weniger als die Hälfte der Unternehmen hält die eigene Datenqualität aktuell für ausreichend für KI-Anwendungen. 43 Prozent verfügen über eine gemeinsame Kundendatenplattform für Agentic AI. Positiv bewerten viele Unternehmen dagegen generative KI: Mehr als 75 Prozent berichten, dass sich Volumen und Geschwindigkeit der Content-Produktion verbessert haben. 72 Prozent geben an, dass dadurch auch nicht-kreative Teams Inhalte erstellen können. Angesichts kurzer Aufmerksamkeitsspannen - 43 Prozent der Befragten räumen Marken lediglich zwei bis fünf Sekunden ein, um Interesse zu wecken - steigt der Druck, relevante Inhalte schnell und personalisiert auszuspielen.
