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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Google will fundamentalen Agenten-Umbruch: Die Silo-sprengende KI
18.03.2026 KI-Agenten sollen künftig eigenständig über Unternehmensgrenzen hinweg handeln - und damit ganze Geschäftsprozesse (etwa Werbung) autonom steuern.
Google bereitet den Übergang zu KI-Agenten vor, die über Unternehmensgrenzen hinweg agieren und ganze Prozesse eigenständig steuern können, berichtet das Unternehmen in einem Blogbeitrag.
Statt isolierter KI-Lösungen oder interner Multi-Agenten-Systeme sollen künftig vernetzte Agenten entstehen, die mehrere Unternehmen einbinden. Auch im Marketing würde das die Abläufe grundlegend verändern: Kampagnen könnten vollständig automatisiert werden - von der Gebotssteuerung bis zur Freigabe von Creatives.
Für Händler bedeutet das vor allem eines: operative Aufgaben könnten zunehmend von autonomen Systemen übernommen werden. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von funktionierenden Schnittstellen und klar definierten Prozessen zwischen verschiedenen Partnern.
Neue Anforderungen an Vertrauen und Sicherheit
Mit der Öffnung über Unternehmensgrenzen hinweg rückt das Thema Vertrauen in den Mittelpunkt. Laut Google-Manager Ashwin Ram setzen solche Systeme auf sogenannte Zero-Trust-Modelle. Dabei muss sich jeder Agent für jede Aktion neu legitimieren - auch innerhalb eines Unternehmensnetzwerks.Für Händler und Plattformbetreiber heißt das: Datenaustausch und Identitätsprüfung müssen deutlich strenger geregelt werden. Gleichzeitig braucht es Mechanismen, um Verhalten, Kosten und Auswirkungen der Agenten kontinuierlich zu überwachen.
John Abel vom Google-Cloud-CTO-Team empfiehlt Unternehmen, KI-Agenten wie externe Dienstleister zu behandeln. Dazu gehören klare Risikobewertungen, definierte Datenstandards sowie abgestimmte Schnittstellen und Protokolle zwischen allen Beteiligten.
Mehr Kontrolle trotz wachsender Autonomie
Neben Sicherheit bleibt die menschliche Kontrolle ein zentraler Faktor. Entscheidungen von Agenten, die andere Systeme beeinflussen, sollten weiterhin überprüfbar sein. Auch kommerzielle Rahmenbedingungen müssen vorab festgelegt werden.Weitere ExpertInnen betonen die Notwendigkeit klarer Leitplanken: Agenten sollen beispielsweise Daten verarbeiten dürfen, aber nicht ohne Freigabe löschen. Für besonders sensible Prozesse könnten zusätzliche Bestätigungen durch NutzerInnen erforderlich sein. Zudem sollte die Einführung schrittweise erfolgen. Unternehmen wird geraten, eigene Schnittstellen speziell für Agenten zu entwickeln und gleichzeitig sicherzustellen, dass Daten-Governance entlang der gesamten Verarbeitung erhalten bleibt.
Langfristig hänge der Erfolg solcher Systeme von kontinuierlichem Lernen ab. KI-Agenten müssten laufend neue Marktentwicklungen, regulatorische Anforderungen und technische Veränderungen integrieren, um relevant zu bleiben.
